Würzburg verzaubert Besucher mit seinen Sehenswürdigkeiten

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Die meisten Menschen kennen Würzburg nur vom Namen her, wenn sie auf der A3 in Richtung Süden fahren. Doch ein Zwischenstopp kann sich lohnen, denn die älteste Universitätsstadt Bayerns hat eine Menge zu bieten, von dem man im Vorbeifahren nichts mitbekommt.

Würzburg ist eine der unbekanntesten Großstädte Deutschlands

Dem Namen nach kennen viele Deutsche die Stadt am Main, die mit rund 130.000 Einwohnern zu den sechs größten bayerischen Städten zählt. Zudem ist die Hauptstadt Unterfrankens ein bedeutender Bischofssitz, dessen Kirchenfürsten in der Vergangenheit auch über große weltliche Macht verfügten. Die Lage am Main, die von Würzburg aus eine schnelle natürliche Verbindung an das Handelszentrum Frankfurt darstellte, war für viele Händler aus Nürnberg, Augsburg und über die Alpen hinweg eine Anlaufstelle für ihre gewinnbringenden Reisen.

Erst mit der industriellen Revolution verlor die Stadt zunehmend an Bedeutung. Heute hat die Stadt zahllose historische Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist im Maindreieck in einer geografisch besonderen Lage, die den erfolgreichen Anbau des berühmten Frankenweins bei vergleichsweise mildem Klima ermöglicht. Die Verkehrsanbindung ist besser als viele auf den ersten Blick meinen. Würzburg ist mit dem Zug sehr gut zu erreichen, liegt es doch zwischen den wichtigen Knotenpunkten Frankfurt und Nürnberg.

Durch die Nähe zur A3, einer der wichtigsten Verkehrsadern Mitteleuropas, kann man Nürnberg, Stuttgart und Frankfurt am Main mit dem Auto jeweils in wenig mehr als einer Stunde Fahrzeit erreichen. Somit ist die Anbindung an den internationalen Luftverkehr ebenso gegeben wie die Verknüpfung mit dem europäischen Wasserstraßennetz, denn durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist die Stadt für die Binnenschifffahrt ein wichtiges Zentrum. Trotz dieser verkehrsgünstigen Lage findet man in der gesamten Würzburger Region wunderschöne Landschaften, viel Erholung und Ruhe.

Ob in nahe gelegenen Städten wie Ochsenfurt oder im weiteren Umland in Richtung Marktheidenfeld oder Lohr am Main, das für Christen durch seine Prozessionen ein besonders beliebtes Ausflugsziel darstellt, mangelt es der Gegend nicht an Attraktionen. Der Landkreis Würzburg ist insgesamt durch wenig Industrie und viel Natur geprägt, die sich selbst in Bevölkerungszentren wie Ochsenfurt gut gegen die menschlichen Siedlungsgebiete behaupten kann.

Heute hat die Stadt zahllose historische Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist im Maindreieck in einer geografisch besonderen Lage, die den erfolgreichen Anbau des berühmten Frankenweins bei vergleichsweise mildem Klima ermöglicht.

Heute hat die Stadt zahllose historische Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist im Maindreieck in einer geografisch besonderen Lage, die den erfolgreichen Anbau des berühmten Frankenweins bei vergleichsweise mildem Klima ermöglicht.(#01)

Menschen aus aller Welt lieben die Sehenswürdigkeiten von Würzburg

Obwohl die durchschnittliche Verweildauer von Touristen nur 1,6 Tage beträgt, steigt die Zahl der Übernachtungsgäste in den letzten Jahren deutlich an. Mehr und mehr wird aus der Stadt, die oft nur als Zwischenstopp auf Reisen nach Nord oder Süd passiert wird, selbst zum Reiseziel für Touristen. Das wirkt sich auch auf die Beherbergungsbetriebe aus. Direkt in Würzburg gibt es derzeit 51 offizielle Hotels und ähnliche Übernachtungsbetriebe, die Zimmer zur Verfügung stellen. Die Gesamtzahl von momentan 4.530 Gästebetten wird auf lange Sicht aber nicht ausreichen, um den wachsenden Zustrom an Übernachtungsgästen zu bewältigen.

2017 wurden knapp eine Million Übernachtungen in Hotels und anderen Herbergen verzeichnet (darunter 30.000 Ferienwohnungen und Privatzimmer). Die Herkunft der Besucher ist international bunt gemischt. Den größten Anteil haben Niederländer und US-Amerikaner, gefolgt von Schweizern und Österreichern. An letzter Stelle der ausländischen Herkunftsländer rangiert mit immerhin noch über 5.000 Übernachtungsgästen Japan (2016). Das Wetter spielt dabei eine große Rolle. Das gemäßigte Klima in Unterfranken zeichnet sich in der Regel durch ein sonniges und warmes (oft sogar heißes) Sommerwetter aus.

Im Winter spielt in den letzten Jahren der Schneemangel leider immer öfter in die Planungen der Tourismusbranche hinein, aber in schneereichen Wintern besteht in den umliegenden Mittelgebirgen wie Spessart und Rhön, die von Würzburg aus sehr gut zu erreichen sind, durchaus die Möglichkeit, gut zu Rodeln und Ski zu fahren. Die sonnigen Hanglagen machen die Region auch so ideal für den Weinanbau, der ursprünglich von den Mönchen der am Main ansässigen Kloster perfektioniert wurde. Charakteristisch ist übrigens die besondere Weinflasche namens Bocksbeutel, die dem Frankenwein vorbehalten ist.

Im Winter spielt in den letzten Jahren der Schneemangel leider immer öfter in die Planungen der Tourismusbranche hinein, aber in schneereichen Wintern besteht in den umliegenden Mittelgebirgen wie Spessart und Rhön, die von Würzburg aus sehr gut zu erreichen sind, durchaus die Möglichkeit, gut zu Rodeln und Ski zu fahren.

Im Winter spielt in den letzten Jahren der Schneemangel leider immer öfter in die Planungen der Tourismusbranche hinein, aber in schneereichen Wintern besteht in den umliegenden Mittelgebirgen wie Spessart und Rhön, die von Würzburg aus sehr gut zu erreichen sind, durchaus die Möglichkeit, gut zu Rodeln und Ski zu fahren.(#02)

Mehr als 1300 Jahre Kulturgeschichte zeichnen die Sehenswürdigkeiten von Würzburg aus

Schon in der Frühgeschichte gab es im Bereich des heutigen Stadtgebietes Siedlungen, die sich durchgehend zurückverfolgen lassen. Das, was heute als Stadt Würzburg bekannt ist, kann auf immerhin mehr als 1300 Jahre Kulturgeschichte zurückblicken. Während die Stadt vor der industriellen Revolution ein echtes Zentrum von Politik, Kunst und Architektur darstellte, wurde es nach 1800 etwas ruhiger um die unterfränkische Metropole.

Das wichtigste Würzburger Bauwerk, das zudem zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von ganz Bayern zählt, ist sicherlich die berühmte Residenz, die von großer Bedeutung für das süddeutsche Barock ist. Dieses gewaltige Wahrzeichen mit seinen Anlagen wurde schon im Jahre 1981 in das UNESCO Welterbe aufgenommen. Zum damaligen Zeitpunkt war die Residenz erst das dritte Bauwerk in Deutschland, dem diese Ehre zuteil wurde. Balthasar Neumann entwarf die Pläne, nach denen die Würzburger Residenz zwischen 1720 und 1744 erbaut wurde. Besonders das freitragende Treppenhaus, das in dieser Form wohl einzigartig sein dürfte, gilt als besonderer Geniestreich des Baumeisters. Viele namhafte Künstler der damaligen Zeit beteiligten sich an der Ausgestaltung der Innenräume.

Beinahe vollständig zerstört wurde das historische Gebäude beim verheerenden Bombenangriff der Alliierten am 16. März 1945. Lediglich das Treppenhaus sowie drei Säle blieben damals erhalten. In einem Zeitraum von fast vierzig Jahren wurde die Residenz aber in mühevoller Kleinarbeit wieder historisch korrekt wiederaufgebaut und restauriert. Heute beherbergt das Schloss in seinen Räumen neben der Staatsgalerie Würzburg eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie Teile der Universität und des Martin-von-Wagner-Museums.

Direkt in der Nähe der Residenz befinden sich mit dem Hofgarten sowie der Hofkirche weitere Wahrzeichen der Stadt, die man unbedingt gesehen haben sollte. Insbesondere der parkmäßig angelegte Hofgarten ist immer einen Besuch wert. Der Eintritt ist frei und die Anlagen können bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigt werden (maximal aber bis 20 Uhr). Die Kirche, die allgemein nur als Hofkirche bekannt ist, wurde ebenfalls nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaut und bietet neben architektonischen Attraktionen auch einige sehr schöne Deckenfresken der Künstler Byss, Tiepolo und Bossi. Die Kirche gehörte zu den Bauwerken, die nach der Zerstörung im Krieg am schnellsten wiederaufgebaut wurden.

Nicht zu übersehen ist die Festung Marienberg, die sich direkt im Zentrum von Würzburg als eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von ganz Franken erhebt. Umgeben von zahlreichen Weinreben, kann sie auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken.

Nicht zu übersehen ist die Festung Marienberg, die sich direkt im Zentrum von Würzburg als eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von ganz Franken erhebt. Umgeben von zahlreichen Weinreben, kann sie auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken.(#03)

Marienberg: Die Festung von Würzburg

Nicht zu übersehen ist die Festung Marienberg, die sich direkt im Zentrum von Würzburg als eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von ganz Franken erhebt. Umgeben von zahlreichen Weinreben, kann sie auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. Als Baudenkmal ist sie durch ihre architektonische Schönheit der Anlagen besonders hervorzuheben. Ob nun die Residenz oder die Festung Marienberg das wichtigere Wahrzeichen der Stadt ist, bleibt bei Bewohnern von Stadt und Landkreis Würzburg umstritten, aber beide zählen zu den schönsten Sehenswürdigkeiten von Bayern.

Auch die Festung wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, aber ebenso konsequent wieder instand gesetzt. Sehr zu empfehlen ist Kunstinteressierten das Mainfränkische Museum, das im barocken Zeughaus der Festung untergebracht ist und eine beeindruckende Sammlung an Kunstwerken beherbergt, darunter Skulpturen und Plastiken des berühmten Tilman Riemenschneider.

Vor allem die vielen historischen Bauwerke von Würzburg sind alle für sich einen Besuch wert.

Vor allem die vielen historischen Bauwerke von Würzburg sind alle für sich einen Besuch wert.(#04)

Weitere Sehenswürdigkeiten von Würzburg im Überblick

Vor allem die vielen historischen Bauwerke von Würzburg sind alle für sich einen Besuch wert. Zu den wichtigsten Orten, die man neben Residenz und Festung Marienberg gesehen haben sollte, zählen:

  • Alte Mainbrücke
  • Dom St. Kilian
  • Marienkapelle
  • Falkenhaus
  • Grafeneckart und Rathaus
  • Bismarckturm
  • Alte Universität
  • Botanischer Garten
  • Gedächtnisstätte von Wilhelm Conrad Röntgen

Insbesondere die Alte Universität, die als erste derartige Hochschule in Bayern gilt, ist historisch sehr interessant. Sie wurde 1582 von Julius Echter gegründet. Die medizinische Forschung hat bis heute in der Universitätsklinik Würzburg einen wichtigen Standort, der nicht nur durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen so manchen Durchbruch verzeichnen konnte. Das Originallabor von Röntgen kann in der Gedächtnisstätte besichtigt werden.

Die verschiedenen Kirchen und Gotteshäuser sind nicht nur für religiös interessierte Touristen interessant, da sie alle auch architektonisch und kunstgeschichtlich viel zu bieten haben. Der Botanische Garten gehört ebenfalls zur Universität Würzburg und ist unter den Sehenswürdigkeiten diejenige, welche sowohl einheimische als auch exotische Exponate unter einem Dach zeigt. Neben den Freilandausstellungen, die ganzjährig geöffnet sind, gibt es auch die Pflanzenschauhäuser. Der Eintritt ist in jedem Fall frei.

Aufgrund der Vielzahl der Sehenswürdigkeiten ist es nicht ganz einfach, eine Empfehlung für den Besuch von Würzburg zu geben, der allen Interessen und Vorlieben gerecht wird. Eine sehr schöne Idee ist daher der virtuelle Rundgang, der sich auch im Rahmen eines tatsächlichen Spaziergangs durch die Stadt per Smartphone oder Tablet als Video-Reiseführer nutzen lässt.

Aufgrund der Vielzahl der Sehenswürdigkeiten ist es nicht ganz einfach, eine Empfehlung für den Besuch von Würzburg zu geben, der allen Interessen und Vorlieben gerecht wird. Eine sehr schöne Idee ist daher der virtuelle Rundgang, der sich auch im Rahmen eines tatsächlichen Spaziergangs durch die Stadt per Smartphone oder Tablet als Video-Reiseführer nutzen lässt. (#05)

Im virtuellen Stadtrundgang Würzburg mit seinen Sehenswürdigkeiten entdecken

Aufgrund der Vielzahl der Sehenswürdigkeiten ist es nicht ganz einfach, eine Empfehlung für den Besuch von Würzburg zu geben, der allen Interessen und Vorlieben gerecht wird. Eine sehr schöne Idee ist daher der virtuelle Rundgang, der sich auch im Rahmen eines tatsächlichen Spaziergangs durch die Stadt per Smartphone oder Tablet als Video-Reiseführer nutzen lässt. Der Altstadt-Rundgang zeigt viele interessante Punkte, die man selbst besuchen oder im Video betrachten kann. Auch für die Planung eines Besuchs ist diese Seite im Vorfeld nützlich.

Die Webseite ist zwar nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand und bietet leider keine komfortable App, lässt sich aber mit einer schnellen Internetverbindung problemlos unterwegs nutzen. Neben den touristischen Tipps zu den einzelnen Stationen des Rundgangs, bietet die Seite außerdem viele geschichtliche Details, die historisch interessierte Besucher in ihren Bann ziehen.

Wer auf der Autobahn einfach an Würzburg vorbeifährt, versäumt eine wunderschöne Stadt mit architektonischen und kulturgeschichtlichen Highlights. Die schöne Landschaft, die weit über die Stadtgrenzen hinaus eine naturbelassene Urlaubsregion durchzieht, ist von Industrie weitgehend verschont worden.

Wer auf der Autobahn einfach an Würzburg vorbeifährt, versäumt eine wunderschöne Stadt mit architektonischen und kulturgeschichtlichen Highlights. Die schöne Landschaft, die weit über die Stadtgrenzen hinaus eine naturbelassene Urlaubsregion durchzieht, ist von Industrie weitgehend verschont worden.(#06)

Fazit: Würzburg bietet viele kulturgeschichtliche Sehenswürdigkeiten und andere Höhepunkte

Wer auf der Autobahn einfach an Würzburg vorbeifährt, versäumt eine wunderschöne Stadt mit architektonischen und kulturgeschichtlichen Highlights. Die schöne Landschaft, die weit über die Stadtgrenzen hinaus eine naturbelassene Urlaubsregion durchzieht, ist von Industrie weitgehend verschont worden. Der Weinanbau, der im Frankenland so wichtig ist, ist aber längst nicht alles, wenn man sich die Region genauer ansieht. Das angenehme Klima sowie die sehr gute Verkehrsanbindung machen Würzburg zu einem Geheimtipp, der allerdings jedes Jahr mehr Besucher anzieht und somit immer weniger geheim bleibt.

Dennoch: Wer sich kulturgeschichtlich fortbilden möchte oder einfach nur schöne alte Gebäude in authentischem Restaurierungszustand sehen möchte, ist hier genau richtig. Auch das leibliche Wohl kommt in der Hauptstadt Unterfrankens nicht zu kurz – denn neben dem Wein gibt es viele weitere kulinarische Spezialitäten der fränkischen Küche zu entdecken.


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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