Freiberg: 10 Sehenswürdigkeiten der Stadt Freiberg in Sachsen

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Die Stadt Freiberg in Sachsen liegt ungefähr mittig zwischen Dresden und Chemnitz ist Bergwerksstadt, Universitäts- und Silberstadt in einem. Schon Mitte des 12. Jahrhunderts wurde hier mit dem Silberabbau begonnen. Dies war die Ursache dafür, dass die Stadt großen materiellen Reichtum erlangen konnte, der heute aber nicht mehr existent ist. Doch das kulturelle Erbe längst vergangener Zeiten ist immer noch spür- und sichtbar. Dies zeigen die alten Bürgerhäuser, die liebevoll renoviert worden sind, das Schloss Freudenstein sowie der Obermarkt als Hauptsehenswürdigkeiten von Freiberg.

1. Schloss Freudenstein

Es ist schon ein sehr bekanntes Ausflugsziel, das Schloss Freudenstein in Freiberg in Sachsen. Touristen kommen von weit her um das Schloss zu sehen. (#1)

Es ist schon ein sehr bekanntes Ausflugsziel, das Schloss Freudenstein in Freiberg in Sachsen. Touristen kommen von weit her um das Schloss zu sehen. (#1)

Am Rande der Innenstadt liegt Schloss Freudenstein, dessen Anfänge auf die Zeit von Marktgraf Otto von Meißen zurückgehen. Damals wurde das Schloss als Schutzburg für die Silberbergbauanlage errichtet, das war um 1168. Heute besteht das Schloss aus vier Flügeln und dem Großen Turm. Es war Residenz der Herzoge und Kurfürsten, Verteidigungsanlage im Dreißigjährigen Krieg, militärischer Stützpunkt und Lazarett zu Zeiten Napoleons. Die DDR nutzte das Schloss als Getreidespeicher und erst zwischen 2005 und 2008 wurde das Schloss rekonstruiert. Heute ist hier das Bergarchiv zu finden sowie die Mineralienausstellung namens „terra mineralia“.

Zumba Party/Sommernächte auf Schloss Freudenstein Freiberg

Die Sachsen wissen zu feiern. Die Zumba Party der Sommernächte sind bekannt und ziehen Besucher von weither an. In diesem Video lernen Sie die ausgelassene Partystimmung kennen. Vielleicht selbst mal hinfahren und mittanzen? Ab nach Freiberg!

Umbau am Schloss Freudenstein in Freiberg

Der Video-Clip vermittelt einen guten ersten Eindruck von Schloss Freudenstein in Freiberg. Rund um den Schlossplatz erstrahlt nach der Restaurierung auch die alte Bausubstanz in neuem Glanz. Die Freiberger freut dies, bereichert Schloss Freudenstein die Stadt doch mit einem weiteren Blickfang und lädt Touristen aus aller Herren Länder in den Ort nach Sachsen ein.

2. Otto der Reiche – Brunnendenkmal

Der Marktbrunnen in Freiberg/Sachsen erinnert an Otto, den Reichen. Es erinnert aber auch an die zeitgenössischen Studenten... (#2)

Der Marktbrunnen in Freiberg/Sachsen erinnert an Otto, den Reichen. Es erinnert aber auch an die zeitgenössischen Studenten… (#2)

Das Brunnendenkmal wird auch als Marktbrunnen bezeichnet und ist eine überaus beeindruckende Sehenswürdigkeit in Freiberg. Die Statue aus Bronze zeigt Marktgraf Otto den Reichen, der zwischen 1125 und 1190 lebte und als Gründer der Stadt Freiberg gilt. Das Denkmal ist auf dem Obermarkt zu finden und dient heute vor allem als Treffpunkt für die Einwohner und Besucher der Stadt. Außerdem wird es für die Traditionspflege verwendet: Die Studenten der Stadt baden nach dem bestandenen Examen in dem Brunnen.

Das Denkmal wird von beeindruckenden vier Löwen geziert, die als Wasserspeier fungieren. Errichtet wurde es erst 1897, ist demnach eine noch vergleichsweise junge Sehenswürdigkeit dieser Stadt.

Otto auf dem Obermarkt Freiberg

In diesem Video lernt man Otto den reichen mal persönlich kennen… Schmunzeln ist erlaubt.

3. Der Weihnachtsmarkt in Freiberg

Das Erzgebirge hat dem Weihnachtsmarkt in Freiberg/Sachsen schon seinen Stempel aufgedrückt. Das hat ihm aber gut getan. Hell beleuchtete Bergmannshütten bieten Regionstypisches. Vom Engel bis zum Bergmann findet man hier wertvolle Holzschnitzereien. (#3)

Das Erzgebirge hat dem Weihnachtsmarkt in Freiberg/Sachsen schon seinen Stempel aufgedrückt. Das hat ihm aber gut getan. Hell beleuchtete Bergmannshütten bieten Regionstypisches. Vom Engel bis zum Bergmann findet man hier wertvolle Holzschnitzereien. (#3)

Viele Städte richten in jedem Jahr einen Weihnachtsmarkt aus – doch der Freiberger Weihnachtsmarkt ist eine kleine Besonderheit. Er gilt nach Umfragen des MDR sogar als einer der schönsten Weihnachtsmärkte von ganz Deutschland – dabei ist er noch relativ jung. Erstmals wurde der Markt im Jahr 2012 als original bergmännischer Weihnachtsmarkt im Erzgebirge eröffnet. Es grüßen hier die typischen Figuren aus dem Bergbau – Engel und Bergmann – und die Holzhütten sind liebevoll gestaltet. Leckereien, Spielzeug, Volkskunst, bergmännische Raritäten und noch vieles mehr ist hier zu finden, wobei der Bergbau in der Vorweihnachtszeit fast wieder lebendig zu werden scheint. Zur Unterhaltung finden außerdem Konzerte örtlicher Musiker statt, die mit weihnachtlichen Klängen verzaubern.

Video Weihnachtsmarkt Freiberg

Das Video erzählt und zeigt besser als 1000 Worte, welch herrliche Weihnachtsstimmung auf dem Freiberger Weihnachtsmarkt um sich greift. Eintauchen und Durchatmen!

4. Miniaturstadtplan der Stadt Freiberg

Fast wie eine Modelleisenbahn zeigt sich der Miniaturstadtplan von Freiberg/Sachsen. Dicht an dicht reihen sich hier die Häuser und Kirchen der Altstadt. Der Freiberger Dom, Obermarkt und Untermarkt - alle sind in Miniatur zu sehen. (#4)

Fast wie eine Modelleisenbahn zeigt sich der Miniaturstadtplan von Freiberg/Sachsen. Dicht an dicht reihen sich hier die Häuser und Kirchen der Altstadt. Der Freiberger Dom, Obermarkt und Untermarkt – alle sind in Miniatur zu sehen. (#4)

Dieses Bild zeigt die gesamte Stadt Freiberg – mit all den Straßen, Plätzen und Sehenswürdigkeiten. Der Freiberger Dom ist ebenso gut zu erkennen wie die weiteren Kirchen, die allesamt zu einem Besuch einladen. Ober- und Untermarkt zeigen sich hier, auch die vielen kleinen und größeren Gebäude sind im Detail erkennbar. Dieser Miniaturstadtplan würde ein Zurechtfinden für Touristen ermöglichen – wenn er denn in die Hosentasche passen würde.

5. Das Freiberger Rathaus

Das Freiberger Rathaus aus dem 15. Jahrhundert ist bekannt für sein Glockenspiel. (#5)

Das Freiberger Rathaus aus dem 15. Jahrhundert ist bekannt für sein Glockenspiel. (#5)

Das Rathaus im Stile der Renaissance entstand in den Jahren zwischen 1470 und 1474. Besonders hervorzuheben ist hier der Uhrenturm, der insgesamt vier Uhren zeigt. Dazu ist er mit einem Glockenspiel ausgestattet, das aus original Meißener Porzellan gefertigt wurde. An jedem Tag erklingt um 11:15 und um 16:15 Uhr das Lied „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“.

Video: Erzkreuze am Rathaus Freiberg

Die Erzkreuze am Freiberger Rathaus sind wieder vollzählig. Lange fehlte das dritte Erzkreuz, welches nun auf Betreiben der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und von Dr. Herbert Pforr wieder angebracht wurde. Die Erzkreuze sind Symbole des so genannten Freiberger Bergschöppenstuhles und sind somit ein Wahrzeichen der Stadt Freiberg in Sachsen. Der Bergschöppenstuhl war vom 13. bis zum 19. Jahrhundert im Rathaus ansässig. Es war das höchste Gremium der Berggerichtsbarkeit im wettinischen Land. Bürgermeister und Stadträte (Consules) waren Mitglieder des Bergschöppenstuhls und waren zugleich landesherrliche
Beamte.

Zu finden ist das beeindruckende Rathaus an der nördlichen Seite des Obermarktes, den es übrigens schon bei der Errichtung des Ratshauses gab. Damals war er allerdings um einiges größer und wurde zugunsten diverser Baumaßnahmen stetig verkleinert.

6. Dom St. Marien – der Freiberger Dom

Der Freiberger Dom ist eine Hallenkirche aus der Zeit der Spätgotik, die Ende des 15. Jahrhunderts entstand. (#6)

Der Freiberger Dom ist eine Hallenkirche aus der Zeit der Spätgotik, die Ende des 15. Jahrhunderts entstand. (#6)

Der Dom St. Marien ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es handelt sich hierbei um eine Hallenkirche aus der Zeit der Spätgotik, die sich direkt am Untermarkt befindet. Durch den Neubau zwischen 1484 und 1512 wurde die einst an dieser Stelle befindliche Basilika ersetzt, die bei einem Brand zerstört worden war.

An der südlichen Seite können Besucher die Goldene Pforte bewundern, die im romanischen Stil errichtet wurde. Der Dom selbst ist mit der Begräbniskapelle verbunden, die 1885 aufwendig restauriert wurde. Hier wurden unter anderem der Herzog Heinrich der Fromme sowie Kurfürst Johann Georg IV. beigesetzt.

Video Silbermannorgel im Freiberger Dom St. Marien während einer Probe im Juli 2012

Gottfried Silbermann erhielt 1710 den Auftrag für den Bau der Domorgel. Er prognostizierte schon vor Fertigstellung: „…dergleichen in Sachsen und weit und breit nicht von Güte“ . Im Jahr 1800 bestätigte der Domkantor Johann Gottfried Fischer in den Freiberger Allgemeinen Nachrichten das Einlösen seines Versprechens mit der Begeisterung seines italienischen Gastes „Ganterie“: „Dies ist die erste in der Welt!“. Aber bitte urteilen Sie selbst.

7. Mineralienausstellung „terra mineralia“

Die „terra mineralia“ ist eine Dauerausstellung, die von der TU Bergakademie Freiberg ausgerichtet wird. Rund 3.500 Edelsteine, Mineralsteine und Meteoriten können hier besichtigt werden – Besucher sprechen von der schönsten Mineralienschau der ganzen Welt. Untergebracht ist sie im Schloss Freudenstein, dessen historisches Ambiente für die exklusive Wirkung der Ausstellungsstücke sorgt. Dabei kommen die Exponate aus allen Teilen der Erde, sodass Besucher praktisch einmal um die ganze Welt reisen können. Die herrliche Vielfalt an Formen, Farben und Mineralarten wird zum einzigartigen Erlebnis für alle Besucher, die sich an glänzenden und glitzernden Steinen erfreuen können.

8. Das Freiberger Besucherbergwerk

Mehr als 800 Jahre alt ist die Tradition des Bergbaus in Freiberg – in dieser Zeit haben sich mehr als 1000 Erzgänge angesammelt. Damit ist das Besucherbergwerk von Freiberg eines der größten und auch der ältesten seiner Art im gesamten Bundesland. Unter der Stadt erstreckt sich das Gebiet auf rund 30 Quadratkilometer, dazu kommt das beeindruckende Streckennetz von rund 2000 Kilometern. Nicht nur innerhalb Sachsens ist das eine herausragende Sache, auch in Europa gehört das Besucherbergwerk zu den größten. In historischen Zeiten wurden hier mehr als 8000 Tonnen Silber gefördert – daher auch der Name „Silberstadt“.

Video Besucherbergwerk Reiche Zeche Freiberg

Mehr Infos gefällig zum Bersucherbergwerk „Reiche Zeche“ in Freiberg. Dann mal eben schnell dieses Video ansehen. Mit einfahren in den Stollen und zum Grubenarbeiter mutieren.

9. Stadt- und Bergbaumuseum

Der Bergbau prägte schon immer die Region um Freiberg in Sachsen. Dieses Denkmal erinnert an die Bergmänner und ihre schwere Arbeit. (#7)

Der Bergbau prägte schon immer die Region um Freiberg in Sachsen. Dieses Denkmal erinnert an die Bergmänner und ihre schwere Arbeit. (#7)

Das Gebäude, in dem das Stadt- und Bergbaumuseum von Freiberg untergebracht ist, blickt auf eine rund fünfhundert Jahre alte Geschichte zurück. Schon seit 1903 befindet sich nun eines der ältesten Museen der Stadt in dem Bauwerk, welches im Stile der Spätgotik errichtet worden ist. Hier werden einzigartige Exponate gezeigt – Schätze, die von der Tradition und Kultur der Stadt zeugen. Dazu kommt, dass sich Interessierte hier zur Kulturgeschichte des Bergbaus informieren können. Es werden die wichtigsten Werkzeuge zum Silberabbau gezeigt und die Bedeutung der Stadt als Zentrum der Bildhauer wird herausgestellt. Altäre und Skulpturen wurden über viele Jahre gesammelt und sind hier nun zu sehen. In Sonderausstellungen und Führungen lernen Besucher das Museum kennen, außerdem werden Konzerte und Veranstaltungen für Schulklassen dort durchgeführt.

Video Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg

Freiberger Altertumsverein gründete 1861 das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg im ehemaligen Domherrenhof (spätgotischer Profanbau). Es zählt zu den ältesten bürgerlichen Museen Sachsens. Präsentiert wird es im Video von Dirk Schräber.

10. Die Stadtkirche St. Petri

Die Freiberger Stadtkirche St. Petri auf dem Petriplatz wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Sie ist eines der vielen Wahrzeichen von Freiberg in Sachsen. (#8)

Die Freiberger Stadtkirche St. Petri auf dem Petriplatz wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Sie ist eines der vielen Wahrzeichen von Freiberg in Sachsen. (#8)

Die Stadtkirche St. Petri befindet sich am gleichnamigen Petriplatz und wurde gegen Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Damals befand sich hier der höchste Punkt der Innenstadt – ein prädestinierter Ort für die Errichtung einer Kirche.

Sehr auffällig ist hier der Nordwestturm, der als Petriturm bezeichnet wird und eine Höhe von 74,10 Metern erreicht. Anfang des 15. Jahrhunderts zog hier ein Türmer ein – die Holzkonstruktion dieser Wohnräume ist heute noch zu sehen und jetzt noch ebenso beeindruckend wie damals. Aus den einstigen vier Türmen der Petrikirche sind durch einen Stadtbrand drei verloren gegangen. Auch die Kirche wurde bei Bränden immer wieder beschädigt, jedoch stets restauriert.

Freiberg hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, die oben genannten zehn Besonderheiten stellen nur eine kleine Auswahl dar. Doch bei aller Besinnung auf Kultur und traditionelle Werke: Freiberg ist dennoch eine junge Stadt. Durch die Universität und die ansässigen Studenten, durch den obligatorischen Weihnachtsmarkt sowie durch die vielen kleinen und großen modernen Geschäfte hat Freiberg ein ganz eigenes Flair entwickelt. Eine Mischung aus Tradition und Moderne, die Besucher ebenso fasziniert wie die Einheimischen, die eigentlich damit groß geworden sind und denen hier nichts mehr neu oder fremd vorkommen dürfte.

Video von St. Petri: das Geläute

Die lutherische Pfarrkirche zu Sankt Petri beherbergt vier Schätze. es sind die Glocken, die jede für sich eine eigene Geschichte haben.

Der „Faule Turm“ beherbergt zwei Läuteglocken, welche von der bekannten Freiberger Glockengießerfamilie Hilliger geliefert wurden. der höhere Petriturm weist in der so genannten Turmlaterne zwei weitere Glocken auf. Dies ist zum Einen die Uhrglocke („Seygerschelle“). Sie wurden 1730 in Dresden von Michael Weinhold gegossen. Über ihr prangt die „Häuerglocke“,. Sie ist die 1874 letztgegossene Glocke und stammt von J. Gotthelf Große aus Dresden. In diesem Video erwachen sie zum Leben.


Bildnachweis: © freeimages.com – Titelbild Jan Hutschig, Fotolia – #1 + #2 ptiptja, #3 LianeM, #4v oxie99, #5 animaflora, #6 + #7 + #8 pusteflower9024

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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