Wanderproviant: Das gehört mit auf die Wandertour

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Steht eine Wanderung an, muss auch der Wanderproviant gepackt werden. Welches Essen gehört hinein und was braucht der Körper unterwegs? Die folgenden Tipps helfen beim Packen des Rucksacks.

Wandern als neues Volkshobby: Aber nur mit dem richtigen Wanderproviant!

Wandern gehört inzwischen zu den beliebtesten Hobbys und Sportarten. Es ist ein geselliger Sport, der zwar auch allein, lieber aber doch mit der Familie, mit Freunden oder dem ganzen Wanderverein ausgeübt wird. Dass das Wandern gesund ist, steht außer Frage und es ist sogar für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen ideal. Wer zum Beispiel beim Joggen Probleme mit den Gelenken bekommt, kann seinem Körper beim Wandern etwas Gutes tun. Auch das Fahrradfahren ist sinnvoll und entspricht als Sport wie das Wandern den Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Dazu ist auf www.unterwegs.biz Näheres zu erfahren.

Beim Wandern kommt es aber nicht nur auf die passende Ausrüstung an. Auch der Wanderproviant muss stimmen, damit die anstehende Wanderung Spaß macht und der Körper genügend Energie hat. Viele Wanderer sagen, dass es sich mit einem leichten Hungergefühl besser wandert, allerdings meldet der Körper dabei streng genommen schon wieder einen Mangel.

Der Wanderproviant muss für die nötige Energiezufuhr sorgen, soll aber nicht belasten. ( Foto: Shutterstock- Kzenon)

Der Wanderproviant muss für die nötige Energiezufuhr sorgen, soll aber nicht belasten. ( Foto: Shutterstock- Kzenon)

Alles beginnt mit der richtigen Vorbereitung

Den idealen Wanderproviant einzupacken, ist eine Sache. Eine ganz andere, schon richtig vorbereitet die Wanderung anzutreten. Der Körper braucht von Anfang an eine gute Energieversorgung, um die nötige Kraft und Ausdauer aufbringen zu können. Professionelle Wanderer füllen ihre Energiespeicher daher bereits am Vorabend der geplanten Tour wieder auf. Ideal sind hier alle leicht verdaulichen Kohlenhydrate, aus denen der Körper Energie ziehen kann.

Infrage kommen daher zum Beispiel:

  • Nudeln
  • Kartoffeln
  • Reis

Wichtig ist, dass diese Lebensmittel nicht mit schweren Soßen ergänzt werden. Der Körper ist ansonsten mit der Verdauung beschäftigt und stellt der Muskulatur am Ende doch zu wenig Energie zur Verfügung.

Am Wandertag selbst sollte dann ein gutes Frühstück dafür sorgen, dass der Körper leistungsbereit ist. Ein Getreidemüsli oder ein warmes Porridge ist ideal, denn das Getreide liefert die nötigen Kohlenhydrate. Bitte kein Schoko-Müsli wählen, denn die Schokolade liefert viel zu viel Fett.

Der Wanderproviant muss für die nötige Energiezufuhr sorgen, soll aber nicht belasten. ( Foto: Shutterstock-Andrey_Nikitin_)

Der Wanderproviant muss für die nötige Energiezufuhr sorgen, soll aber nicht belasten. ( Foto: Shutterstock-Andrey_Nikitin_)

Der perfekte Wanderproviant im Rucksack

Der Wanderproviant muss für die nötige Energiezufuhr sorgen, soll aber nicht belasten. Gleichzeitig soll er nicht zu schwer sein, denn der Rucksack soll die ganze Zeit getragen werden. Viele Wanderer setzen auf das klassische Sandwich mit Schinken/Salami und Käse. Dieses ist auch keine schlechte Idee, immerhin liefert es die nötigen Kohlenhydrate, ein wenig Fett und Mineralstoffe. Doch dieser Klassiker sieht spätestens nach einiger Zeit des Wanderns nicht mehr wirklich appetitlich aus, daher kommen auch Alternativen als Wanderproviant infrage.

Alternativen sind zum Beispiel:

  • Vollkornbrot mit Frischkäse
  • Gemüsesticks
  • Trockenfleisch
  • Kartoffel- oder Nudelsalat
  • Obst

Wichtig ist, dass der Wanderproviant sowohl gesund ist als auch genügend Energie liefert. Dass das Wandern positive Auswirkungen auf den Körper hat, ist allgemein bekannt. Diese Auswirkungen sollten nicht durch den falschen Wanderproviant geschmälert werden! Erfahrene Wanderer wissen aber auch, dass Obst zwar gesund ist und nicht belastet, dass es aber dennoch etwas schwierig sein kann, dieses mitzunehmen. Wer mag schon zerdrückte Banane und matschige Äpfel?

Im Rucksack muss daher alles gut verpackt sein, wobei der erstklassige Energielieferant „Banane“ auch eine eigene Transportbox bekommen kann. Diese bananenähnlichen Formen nehmen nicht viel Platz weg und halten das Obst lange frisch. Äpfel können ebenfalls in eine Brotdose gelegt werden, sodass sie keine Druckstellen bekommen. Ideal sind des Weiteren Möhren, Gurken und Weintrauben. Letztere bitte wiederum in eine drucksichere Box legen!
Wer es obsttechnisch etwas einfacher mag, setzt auf Trockenfrüchte. Sie können nicht zerdrückt werden und schmecken auch nach einer langen Wandertour noch. Nüsse sind ebenfalls gut geeignet.

Und die vielfach gepriesenen Energieriegel? Diese sollten am besten zu Hause bleiben, denn sie enthalten viel zu viel Zucker. Alternativ können diese Riegel auch selber hergestellt werden. Dies ist sehr empfehlenswert, hat doch den Zuckergehalt damit jeder selbst in der Hand.

Wanderproviant auf kräftige Art

Wer plant, eine lange Wanderung zu unternehmen und entsprechende Pausen mit einrechnet, oder wer die Tagestour am Lagerfeuer beenden möchte, wird vielleicht auf einen kräftigen Wanderproviant setzen. Doch es muss nicht die Bratwurst sein, die hier im Rucksack mitgeführt wird! Leckere Alternativen sind unter den Gemüsesorten zu finden. Wie wäre es mit Kartoffeln oder kleinen Maiskolben, die über dem offenen Feuer geröstet werden? Mit Alufolie umwickelt können die Lebensmittel auch direkt in die Glut gelegt und hier gegart werden.

Getränke gehören zum Wanderproviant

Dass körperliche Bewegung durstig macht, ist bekannt. Wichtig ist es nun, den Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen, sodass ein eventuell bereits vorhandener Mangel ausgeglichen werden kann. Wie auch beim Essen kommt es darauf an, was der Wanderer zu sich nimmt. Wobei klar ist, dass Wasser zwar ideal sein mag, manchmal aber doch etwas fade ist. Hier die besten Tipps für die passenden Getränke für eine Wanderung.

Wer plant, eine lange Wanderung zu unternehmen und entsprechende Pausen mit einrechnet, oder wer die Tagestour am Lagerfeuer beenden möchte, wird vielleicht auf einen kräftigen Wanderproviant setzen. ( Foto: Shutterstock- Just dance )

Wer plant, eine lange Wanderung zu unternehmen und entsprechende Pausen mit einrechnet, oder wer die Tagestour am Lagerfeuer beenden möchte, wird vielleicht auf einen kräftigen Wanderproviant setzen. ( Foto: Shutterstock- Just dance )

Ausreichend und das Richtige trinken

Wenn man davon ausgeht, dass der Körper täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit benötigt, können für eine Wanderung noch einmal zwei Liter hinzugerechnet werden. Diese sollte der Wanderer mindestens mitnehmen. Ideal ist es, einen Liter Wasser dabeizuhaben und noch einmal einen Liter Apfelschorle mitzunehmen.

Letztere kann mit dem Wasser noch weiter verdünnt werden. Statt der Schorle kann ergänzend zum Wasser auch leicht gesüßter Tee mitgeführt werden. Wichtig ist, dass die Wasserflaschen stabil genug sind, damit nichts auslaufen kann. Gleichzeitig sollten sie aber so leicht wie möglich sein, um das Wandergepäck nicht unnötig zu beschweren.

Tipp: Bitte nicht auf Limonaden oder Kaffee setzen! Erstere sind viel zu süß und sorgen lediglich dafür, dass der Körper einen noch größeren Durst vermeldet. Der Kaffee hingegen ist als Flüssigkeitslieferant gänzlich ungeeignet.

Zusammengefasst: Die Checkliste zu allem, was zum Wanderproviant taugt

Die folgende Checkliste zeigt noch einmal beispielhaft, welche Speisen und Getränke mit auf Wanderschaft genommen werden sollten:

  • belegte Brötchen oder Sandwiches
  • Obst und Gemüseschnitze
  • Nüsse, Studentenfutter oder Müsliriegel
  • Fruchtschnitten
  • Vollkornkekse, Reiswaffeln
  • hart gekochte Eier
  • kalte Schnitzel, Frikadellen oder Braten
  • trockener Kuchen
  • Wasser
  • Apfelschorle oder Tee (leicht gesüßt)

Wichtig: Damit die Umwelt nicht geschädigt wird, kommt es auch auf den anfallenden Müll an. Generell sollte so wenig Verpackungsmaterial wie möglich mitgenommen werden, Essen und Getränke sind besser in wiederverwendbaren Behältern aufgehoben. Natürlich gehört anfallender Müll natürlich wieder in den Rucksack oder in Mülleimer, falls diese am Picknickplatz aufgestellt sind. So bleibt Wandern gesund und das auch für die Umwelt.

Der Proviant für die Wandertour sollte zu Hause so vorbereitet werden ( Foto: Shutterstock- Fineart1 )

Der Proviant für die Wandertour sollte zu Hause so vorbereitet werden ( Foto: Shutterstock- Fineart1 )

Was muss noch in den Rucksack?

Der Proviant für die Wandertour sollte zu Hause so vorbereitet werden, dass kein zusätzliches Besteck mitgenommen werden muss. Obst wird in handliche Stücke geschnitten, Sandwiches können ebenfalls bereits im Vorfeld durchgeschnitten werden. Was allerdings wichtig ist, sind Feuchttücher zum Abwischen der Hände. Auch eine leichte Decke gehört ins Reisegepäck, denn nicht immer findet sich für eine Pause eine Bank zum Hinsetzen.

Ideal sind wachsbeschichtete Decken, die nach unten isolieren und keine Feuchtigkeit durchlassen. Sie sind zudem sehr leicht und erhöhen das Gewicht des Wandergepäcks nur unwesentlich. Wichtig ist zudem eine Tüte, in die der Müll gesteckt werden kann, damit dieser nicht lose im Rucksack liegt. Als Faustregel gilt, dass ein Pausenplatz immer so hinterlassen werden sollte, wie er vorgefunden wurde.

Beim Wandern mit kleinen Kindern ist ein feuchter Waschlappen sinnvoll, mit diesem lassen sich Finger ebenso reinigen wie das Gesicht nach dem Essen.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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