Die umfassend erneuerte Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg wird am 1. August nach 25 Wochen Ausbauarbeiten für den Regelverkehr freigegeben. Zeitgleich liefen Ersatzbusse Umleitungsrouten reibungslos. Auf 88 Kilometern erfolgte der Austausch von über 100 Kilometern Gleisen, Oberleitungen und 74 Weichen. 20 Bahnhöfe erhielten barrierefreie Upgrades und ETCS-ready Stellwerkstechnik wurde installiert. Durch striktes Kostenmanagement sank die Prognose um einen dreistelligen Millionenbetrag. Pendler, Fernreisende und Güterverkehr profitieren zukünftig von erhöhter Pünktlichkeit und mehr betrieblichen Optionen.
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S-Bahnen und Güterzüge nutzten bereits modernisierte Trasse während Bauarbeiten
Der planmäßige Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Regensburg startet ab dem 1. August wieder auf der frisch sanierten Strecke. 2.000 Mitarbeitende der DB InfraGO AG und verbundener Firmen erneuerten seit Februar auf 88 Kilometern Gleise, Oberleitungen und Signaltechnik. Bereits während des Umbaus fuhren S-Bahnen und Güterzüge über Teile der modernisierten Trasse. Ein detailliertes Ersatzverkehrskonzept mit über 90 Bussen und ausgeklügelten Umleitungsstrecken sicherte Reisenden und Logistikunternehmen konstante, maximale Verlässlichkeit und erhöhte Reisequalität.
Neu saniert: 74 Weichen, Überleitstellen, Brücken und Durchlässe modernisiert
Im Rahmen des Ausbauprogramms modernisierten Swietelsky, SPITZKE, Hitachi Rail sowie weitere Spezialisten mehr als 100 Kilometer Schienen und Oberleitungen auf der Strecke. Sie errichteten zusätzlich 1 300 Oberleitungsmasten, tauschten 74 Weichen aus und realisierten zwei Überleitstellen. Eine neu erbaute Brücke sowie zwei Instand gesetzte Durchlässe erweitern die Infrastruktur. Bahndammsanierungen in Pölling und Deining stabilisieren den Untergrund. Acht Stellwerke inklusive Signal- und Achszählsystemen wurden ETCS-ready fit gemacht. Sie legen Grundlage für künftige Digitalisierung.
Finale Kosten nach Abrechnung und Nachforderungen noch nicht festgelegt
Die Kostenprognose für den Sanierungsabschnitt wurde von der DB InfraGO AG um einen dreistelligen Millionenbetrag nach unten korrigiert. Bedingt durch Verzögerungen bei der sicherheitstechnischen Abnahme der installierten Stellwerksanlagen verschob sich der geplante Inbetriebnahmetermin, ohne das Einsparungsergebnis zu gefährden. Im Ergebnis liegt der Aufwand unter dem ursprünglichen Budget. Sobald sämtliche Rechnungen erfasst und mögliche Nachforderungen geprüft sind, wird die finale Kostenhöhe veröffentlicht und dient als belastbare Entscheidungsgrundlage für künftige Projekte relevant.
Rund 400 Bedienfahrten sicherten Materialversorgung und Nachlieferung aus Baufeld
Zur Aufrechterhaltung des Regionalverkehrs setzten DB InfraGO AG, Bayerische Eisenbahngesellschaft und regionale Verkehrsunternehmen über 90 Ersatzbusse ein, die eine durchschnittliche Pünktlichkeit von 96 Prozent erzielten. Parallel wurden Fern- und Güterzüge über ausgewiesene Umleitungsstrecken geführt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Zudem erfolgten etwa 400 Bedienfahrten für Unternehmen mit Gleisanschluss. Regionale Dienstleister lieferten nachhaltig und effizient benötigte Baustellenmaterialien sowie Schwellen direkt vor Ort. Diese Maßnahmen erhöhten Kapazität, Verfügbarkeit und Gesamtleistung signifikant.
Energiesparende Beleuchtung und Aufzüge erhöhen Komfort an zwanzig Haltepunkten
Die Modernisierung an 20 Haltepunkten beinhaltet komplett erneuerte Bahnsteige mit haptisch kontrastreichen Plattformkanten, energiesparende Leuchtbänder und digitale Informationsanzeigen für Echtzeitdaten. Überdachungen und Windschutzwände verbessern den Witterungsschutz, während Aufzüge und großzügige Unterführungen die Barrierefreiheit sicherstellen. Gleichzeitig wurden Grünflächen gestaltet, Sitzgelegenheiten installiert und Pflanzflächen angelegt. Akustische Anzeigen, moderne Leitsysteme unterstützen mobilitätseingeschränkte Reisende. In Neumarkt startet demnächst die energetische Fassadensanierung, und in Deining wird bis 2027 der zweite Bahnsteig mit barrierefreiem Zugang ausgestattet.
Drei neue Überholgleise in Parsberg geplant, ETCS-Umrüstung bis 2030
Unmittelbar nach dem offiziellen Betriebsstart beginnt die Umsetzung letzter Bauabschnitte: Bestehende Baustellen werden sorgfältig geräumt, technische Infrastruktur abgebaut und überschüssiges Material abtransportiert. Randwege werden ökologisch saniert und veraltete Gebäude rückgebaut. Parallel intensivieren Projektplaner die Konzeption für drei neue Überholgleise mit Schwerpunkt in Parsberg. Zudem laufen vorbereitende Prozesse für die Umrüstung auf das ETCS-Sicherheitssystem bis 2030. Dieses Sanierungsprojekt der Strecke Nürnberg-Regensburg ist erste von sieben Korridorsanierungen entlang der Rhein-Donau-Achse in Bayern.
Die Fertigstellung der sanierten Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg demonstriert eindrucksvoll die effiziente Umsetzung des DB InfraGO-Projekts. Durch präzises Projektmanagement wurde die Bauzeit optimal genutzt und die Gesamtinvestitionen deutlich verringert. Die erneuerten Gleise, die ETCS-ready Signalanlagen und modernisierten Bahnhöfe sorgen für bessere Kapazitäten und höhere Sicherheitsstandards. Reisende, Spediteure und Anlieger profitieren von zuverlässigerem Betrieb, schnellerer Abwicklung und erhöhter Umweltverträglichkeit des Bahnverkehrs im bayerischen Korridor. Breitere Logistikoptionen, verbesserte Klimabilanz und künftige Ausbauchancen und Innovation.

