Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe sieben erleben vom 2. bis 6. März 2026 die DISCOVER INDUSTRY-Ausstellung am Gymnasium Neuenbürg und Schiller-Gymnasium Pforzheim. In kompakten 90-minütigen Einheiten erkunden sie Bionik-Lösungen, visualisieren Infrastrukturen mittels VR-Brillen und programmieren RFID-gesteuerte Anlagen. Unter Leitung von Biologe, Chemielaboranten und Mechatronik-Spezialisten entdecken sie praxisnah die Schnittstellen zwischen Produktdesign, Data Science und vernetzten Industrieprozessen. Sie erstellen Mindmaps, designen CAD-Modelle, testen Machine-Learning-Algorithmen und befassen sich praxisnah mit kreativen Lösungsansätzen.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
3D-Scanner, Digitalmikroskop und VR-Montage bieten interaktive MINT-Erlebnisse vor Ort

Modell der Smart Factory (Foto: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)
Schülerinnen und Schüler starten ihre Erkundung im DISCOVER INDUSTRY-Truck auf dem Parkplatz der Stadthalle Neuenbürg beziehungsweise am Schiller-Gymnasium Pforzheim und absolvieren einen 90-minütigen Lernzyklus. Unter fachkundiger Anleitung von Chemielaborantin Kathrin Graw, Biologe Marcel Michel und Chemielaborant Marco Umstätter bearbeiten sie praxisnahe Aufgaben. Dabei erfahren sie anschaulich, wie MINT-Berufe und moderne Produktionsabläufe zusammenwirken und welche Kompetenzen in vernetzten Industrieprozessen gefragt sind. Die Gruppen stärken technisches Know-how, Teamgeist und kreative praxisorientierte Problemlösungen.
Start-up-Simulation ermöglicht Jugendlichen praxisnahe KI-Erlebnisse und kreative spannende Bionik-Entwicklungen
Jugendliche übernehmen im Workshop die Identität von Startup-Teams und strukturieren auf Tablets ihre Ideen mittels Mindmaps, um Kernaspekte zu visualisieren. Danach erkunden sie ein visuelles KI-System, das interaktive Einblicke in maschinelle Lernalgorithmen gewährt. Parallel analysieren sie in Bionik-Modulen Naturphänomene und adaptieren diese Prinzipien in praxisnahen Bauversuchen. Über handlungsorientierte Experimente kombinieren sie biologische Vorbildmodelle mit technischen Lösungen und stärken so zielgerichtet ihre Innovationskompetenz und Problemlösungsfähigkeit. Dabei fördern sie kreative Teamarbeit nachhaltig.
Digitalmikroskop, 3D-Drucker, Roboter und VR-Brille schaffen spannende Industrieerfahrungen live
An fünf experimentellen Stationen entdecken die Jugendlichen industrielle Arbeitsabläufe: Zunächst digitalisieren sie Objekte mit dem 3D-Scanner und wandeln die Scans in 3D-Modelle um. Im nächsten Schritt untersuchen sie Werkstoffe unter dem Digitalmikroskop und drucken erste Prototypen auf dem 3D-Drucker. Danach programmieren sie einen Industrieroboter, bedienen eine RFID-basierte Fertigungsanlage und montieren mithilfe einer VR-Brille Bauteile in einer virtuellen Lagerhalle. Dieses Modul fördert technisches Verständnis, praktische Fertigkeiten und Teamarbeit für künftige MINT-Karrieren.
Workshop im Truck-Obergeschoss kombiniert CAD-Konstruktion, 3D-Druck und anschauliche Bionikpraxis
Im oberen Bereich des Discover Industry-Trucks schulen sich Teilnehmer praxisnah in digitaler Produktentwicklung: Im CAD-Modul designen sie Bauteile in Profi-Software und setzen diese mit dem 3D-Drucker um. Im Bionik-Segment programmieren sie einen Roboterarm nach dem Elefantenrüsselprinzip mithilfe von Mikrocontrollern. Gleichzeitig trainieren sie ein visuellerkennendes KI-System mit Beispieldaten und analysieren datenbasierte Anwendungsfälle für optimierte Abläufe in modernen Industrieanlagen. Diese Sessions fördern interdisziplinäre Teamarbeit, stärken Problemlösungsfähigkeiten und zeigen praxisnah, anschaulich vernetzte Produktionsprozesse.
Machine Learning im Produktionsprozess: Effizienzsteigerung und Automatisierung im Fokus
Industrie 4.0 fußt auf Machine Learning, Internet of Things und Data Science. Vernetzte Fertigungssysteme erfordern daher neben klassischen Technikberufen vermehrt Programmierer, IT-Spezialisten und UX-Designer, die komplexe Datenströme analysieren und nutzerfreundliche Interfaces gestalten. Der DISCOVER INDUSTRY-Truck präsentiert Schülerinnen und Schülern praxisnahe Stationen von der Digitalisierung echter Objekte mittels 3D-Scanner über KI-gestützte Analysen bis zur VR-Montage, um zu zeigen, wie Prototypenentwicklung und Logistik in vernetzten Produktionsumgebungen Hand in Hand gehen.
Regionale Berufsorientierung MINT: COACHING4FUTURE bietet Stärkenanalyse und duale Bewerbungstipps
Mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung, des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit bietet COACHING4FUTURE eine innovative Plattform zur Berufsorientierung. Unter coaching4future.de entdecken Jugendliche einen interaktiven Karrierecoach, der eine detaillierte Analyse persönlicher Fähigkeiten ermöglicht. Darauf aufbauend erhalten sie gezielte Tipps für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche sowie einen umfassenden Überblick über duale Studien- und Ausbildungsoptionen in den naturwissenschaftlich-technischen MINT-Disziplinen.
Regionale Initiative stärkt MINT-Berufsorientierung mit interaktivem praxisnahem DISCOVER INDUSTRY-Truck
Der DISCOVER INDUSTRY-Truck versetzt Schülerinnen und Schüler in realitätsnahe Lernumgebungen, in denen sie digitale Werkzeuge und technische Geräte eigenhändig nutzen. Im Fokus stehen Programmierung von Industrierobotern, Materialprüfung mit Mikroskopen und designorientierte Entwicklungen mit CAD-Software. Durch kooperative Aufgabenstellungen und interaktive Workshops stärken Teilnehmer soziale Kompetenzen und fachliche Präzision. Das Angebot erleichtert praxisnahe Berufsorientierung, fördert Motivation für technische Karrieren und unterstützt den Aufbau eines qualifizierten MINT-Nachwuchses in Baden-Württemberg. Es liefert wertvolle Impulse.

