Schneeschuhwanderungen und Panoramaführungen verbinden ganzjährigem Wildpflanzenkunde mit aktivem Naturerlebnis

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Seit 2007 verbindet Kräuterexpertin Ursel Lorenz mit NaTour pur authentische Schwarzwälder Tradition und moderne Gesundheitswissenschaft. Unter ihrer Führung entdecken Teilnehmer auf Touren am Schauinsland vor allem heimische Heilpflanzen wie Frauenmantel, Arnika oder Habichtskraut, lernen deren Wirkung kennen und erhalten konkrete Rezepte für Hausmittel. Wetterbuchen-Exkursionen und Panoramaführungen erweitern das Programm, im Winter kommen Schneeschuhtouren hinzu. Persönliche Anekdoten und praxisnahe Tipps fördern nachhaltiges Wohlbefinden. Naturschutz und Achtsamkeit stehen im Angebot besonders zentral.

Generationenübergreifende Kräutertradition prägte Ursel zwischen Bauerngarten und Kriegserfahrungen intensiv

Die Wurzeln von Ursels Kräuterleidenschaft liegen in frühen Entdeckungen in den Farbgärten ihrer Großmutter im Dreisamtal, wo sie als Kind Blattformen und Blütenfarben analysierte. Durch lebendige Erzählungen ihrer Großtante Luise, die im Zweiten Weltkrieg als Krankenschwester Heilpflanzen in der Pflege anwendete, gewann sie praktische Einsichten. Ihre botanische Neugier verstärkte sie durch Studien historischer Kräuterschriften, darunter die Werke von Hildegard von Bingen, sowie zeitgenössischer Fachliteratur und entwickelte ein Gespür für Wirkstoffe.

Fachkundige Führung zu Heil- und Wildpflanzen mit NaTour pur

Seit 2012 organisiert Ursel Lorenz mit NaTour pur sämtliche Jahreszeiten-Touren am Schauinsland. Ausgangspunkt ist das traditionsreiche Hotel Die Halde auf knapp 1200 Metern Höhe. Das vielseitige Programm umfasst geführte Kräuterexkursionen mit praktischer Pflanzenkunde, Panoramawanderungen mit Weitblick bis in den Kaiserstuhl, Wetterbuchen-Expeditionen, romantische Sonnenuntergangstouren und Schneeschuhmärsche bei Neuschnee. Jede Strecke lässt sich an Blütephase und Gruppenwünsche anpassen. Fachkundige Erläuterungen zu regionalen Heil- und Wildpflanzen runden das Erlebnis ab. Teilnehmer erhalten Literaturhinweise.

Naturerlebnis, Gesundheitsbewusstsein, Heilkunde und anschauliches praktische Heilpflanzenwissen auf Kräuterwanderung

Auf der Wanderung mit Ursel Lorenz entdecken Interessierte die Vielfalt lokaler Heilpflanzen. Sie erläutert die Anwendung von Heidelbeere, Habichtskraut und Augentrost bei Augenbeschwerden. Frauenmantel erläutert sie als Unterstützung bei Zyklusstörungen und hormonellen Schwankungen. Bärwurz, Schafgarbe, Ehrenpreis und Spitzwegerich beschreibt sie in Bezug auf entzündungshemmende und regenerative Wirkungen. Teilnehmer erhalten praxisorientierte Bestimmungsanleitungen, Rezeptvorschläge für Tinkturen und Salben sowie Hinweise zur sicheren hausgemäßen Anwendung. Zusätzlich vermittelt sie Dosierungshinweise, Lagerungstipps sowie Anwendungsdauerempfehlungen praxisgerecht.

Arnika-Population des Schauinsland-Höhenwegs erholt sich sichtbar dank strengem Naturschutz

Für Ursel Lorenz ist Arnika die herausragende Art am Schauinsland-Höhenweg. Zwischen Ende Mai und Ende Juni entfalten sich ihre strahlend gelben Blüten, nachdem die Population seit den 1980er-Jahren vom Aussterben bedroht unter strengem Schutz wieder aufgebaut wurde. Ihre altbekannten entzündungshemmenden und traditionell schmerzstillenden Eigenschaften machen sie zur Wahl bei Prellungen und Quetschungen. Typischerweise wird sie als Tinktur oder Salbe verarbeitet und gilt als symbolträchtiger, essenzieller Bestandteil jeder hausgemachten naturheilkundlichen Reiseapotheke.

Naturstudium unter ehrwürdigen Bäumen: Klimaindikatoren und Kultursymbole erforschen lernen

Die Exkursionen am Schauinsland rücken die ehrwürdigen Wetterbuchen in den Vordergrund: knorrige, von Stürmen und Eisschlag geprägte Äste geben Einblick in bis zu 400 Jahre Naturgeschichte. Jede Wetterbuche präsentiert individuelle Maserungen und Überlebensstrategien. Unter Anleitung erlernen Teilnehmer, Jahresringe als Datenquelle zu nutzen, um vergangene Wetterphasen und ökologische Bedingungen zu rekonstruieren. So erfahren sie, warum diese Bäume als lebendige Klimaarchive und Kultursymbole des Schwarzwalds von besonderer Bedeutung sind.

Zwei illustrierte Werke liefern Rezepte, Anekdoten und fundiertes Pflanzenwissen

Mit zwei Fachbüchern erschließt Ursel Lorenz ihr Wissen jenseits der Wanderpfade. 2021 erschien „Heimat Schauinsland? und die Wetterbuchen“, das fundierte, ausführliche dendrologische Studien mit lebendigen Hofsgrund-Geschichten verknüpft. Im Jahr 2024 folgte „Meine Wildkräuter und Blumen am Schauinsland“, in dem sie auf 196 Seiten anschauliche botanischen Erkenntnisse strukturiert darlegt. Beide Werke integrieren historische Anekdoten ihrer Familie sowie umfassende, illustrierte Rezepte und praxisorientierte, praktische Heilanleitungen und fungieren als zeitgemäße, moderne naturkundliche Nachschlagewerke.

Fragerunden und Zuhören ermöglichen kontinuierliches Lernen und neue Erkenntnisse

Ursel Lorenz fördert bei jedem Ausflug einen dynamischen Dialog mit den Teilnehmern. Sie teilt persönliche Geschichten, stellt praktische Fragen und hört genau zu, um beiderseitiges Lernen sicherzustellen. Rezepte wie ein herzhafter Löwenzahn-Kartoffelsalat und traditionelle Heilmethoden kommen auf den Prüfstand, um Wirksamkeit und Anwendung zu optimieren. In Planung sind weitere Bücher, die Familienerinnerungen und inspirierende Begegnungen vereinen. So entsteht eine nachhaltige Brücke zwischen Naturerlebnis und gesundheitsbewusstem Alltag mit praxisorientierten vielfältigen Tipps.

NaTour pur kombiniert unter Leitung von Ursel Lorenz detailreiches Wissen zu heimischen Heilpflanzen, interaktive Exkursionen und persönliche Anekdoten zu einem ganzheitlichen Erlebnis. Die Teilnehmern erlernen Pflanzenidentifikation, erfahren Heilwirkung bewährter Kräuter und sehen die Bedeutung jahrhundertealter Wetterbuchen als Naturarchive. Durch praxisnahe Anleitung, Rezeptbeispiele und literarische Ergänzungen werden Selbstanwendungskompetenz und Umweltbewusstsein gleichermaßen gefördert. Dieser integrative Ansatz unterstützt nachhaltig Gesundheit, fördert Prävention und stärkt die Bindung zum Schwarzwald als Lebensraum mit inspirierenden Impulsen.

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