Versailles Schloss: Öffnungszeiten und Infos für Urlauber

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Versailles – bei der Stadt nahe Paris denken die Meisten an das weltberühmte Schloss. Kein Wunder. Der Palast und der Park sind beeindruckend. Aber: Vor dem Besuch des Schlosses sollten ein paar Dinge beachtet werden. Hier unsere Tipps.

Versailles: Schloss von Weltrang

Bei dem Wort „Versailles“ kommt wohl den wenigsten als erstes die Stadt in der Nähe von Paris in den Sinn, die mit knapp 86 000 Einwohnern auch nicht gerade winzig. Doch alles in der Region wird von einem Schloss der Superlative überragt, bei dem sich die anderen Sehenswürdigkeiten warm anziehen müssen. Sogar Louvre und Eiffelturm.

Das Schloss von Versailles (Adresse: Place d’Armes, 78000 Versailles) ist ein gigantisches Märchenschloss, das nicht nur stellvertretend für das Zeitalter des Absolutismus steht sondern in Sachen Größe, Prunk und Schönheit, seinesgleichen sucht. Nicht nur in Frankreich, sondern europaweit. Versailles ist flächenmäßig das zweitgrößte Schloss Europas, nur der Palacio Real in Madrid beherbergt noch mehr Zimmer.

Zum Palast gehört noch eine riesige Park- und Gartenanlage, die noch weitere, kleinere Lustschlösser (die Trianons) beherbergt. Seit dem Ende der 70er-Jahre, befindet sich die Palastanlage auf der Liste der von der UNESCO geschützten Weltkulturerbe-Stätten.

Video: Das Schloss des Sonnenkönigs

Versailles heute: Das Schloss als Besuchermagnet

Touristen können auf einem Rundgang durch den atemberaubenden Palast, auf den Spuren von Ludwig dem Sonnenkönig und seinen Nachfolgern, wandeln. Der Palast gehört, zusammen mit den Trianons sowie der riesigen Park- und Gartenanlage, seit Jahren zu den größten Besuchermagneten Frankreichs.
Die günstige Lage unweit der Hauptstadt Frankreichs, kommt dem Schloss hier zu Gute – und sorgt dafür, dass viele der Paris-Touristen auch einen Trip ins nahe Versailles unternehmen.

Genauer gesagt: Sieben Millionen Touristen, und das Jahr für Jahr. Sie lassen sich verzaubern vom Rundgang über das Anwesen und der Tour durch den Palast. Die Besichtigung des weltberühmten Spiegelsaals, der Gartenschlösser Grand Trianon und Petit Trianon sowie allen anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Areal, bleiben unvergessen. Aber das unvergessliche Erlebnis will auch gut geplant sein. Dazu gehört, sich rechtzeitig um die Anfahrt zu kümmern.

Wer im Rahmen seines Paris-Urlaubs einen Besuch des Schlosses plant, sollte sich frühzeitig um Tickets kümmern. Heißt: Vor der Anreise. Denn so spart man sich das stundenlange Warten in der Schlange an den Kassen vor der Residenz. (#01)

Wer im Rahmen seines Paris-Urlaubs einen Besuch des Schlosses plant, sollte sich frühzeitig um Tickets kümmern. Heißt: Vor der Anreise. Denn so spart man sich das stundenlange Warten in der Schlange an den Kassen vor der Residenz. (#01)

Versailles-Besuch: Die Anfahrt

Von Paris aus fährt man mit der Bahn nur rund 45 Minuten bis zum Schloss. Die Fahrt mit dem Zug (genauer: mit der „RER C)“ ist dann auch die einfachste und billigste Möglichkeit, um die Residenz zu erreichen. Die Fahrt mit dem Auto ist natürlich auch möglich, Parken kann man auf einem der Parkplätze direkt vor dem Anwesen.

Allerdings sind die Parkgebühren happig: Laut dem Informationsportal frankreich-trip.com, müssen z.B. für fünfstündiges Parken 18 Euro bezahlt werden. Bleibt man drunter, liegt der Preis bei vier Euro pro angefangener Stunde. Da aufgrund der vielen Highlights vor Ort und der Dauer einer umfangreichen Besichtigung locker ein ganzer Tag benötigt wird, können sich die Parkkosten schnell auf 25 bis 30 Euro belaufen. Günstiger ist die Bahnfahrt: Erwachsene zahlen 4,10 Euro, Kinder 2,05 Euro.

Die Bahn bringt einen bis zur Station „Versailles Rive Gauche“, die in unmittelbarer Nähe zum Palast liegt (rund fünf Gehminuten). Wichtig zu wissen: seit Mitte der 90er-Jahre, ist die RER C jedes Jahr von Mitte Juli bis Mitte August im Zentrum von Paris gesperrt. Der Grund sind Instandhaltungsarbeiten. In dieser Zeit bringt einen der Zug ab der Station „Javel“ nach Versailles.

Wer dem Anwesen zwischen November und März einen Besuch abstatten will, der hat in dieser Zeit immer am ersten Sonntag eines Monats die Möglichkeit, den kostenlosen Eintritt zu nutzen. (#02)

Wer dem Anwesen zwischen November und März einen Besuch abstatten will, der hat in dieser Zeit immer am ersten Sonntag eines Monats die Möglichkeit, den kostenlosen Eintritt zu nutzen. (#02)

Tickets für das Anwesen

Wer im Rahmen seines Paris-Urlaubs einen Besuch des Schlosses plant, sollte sich frühzeitig um Tickets kümmern. Heißt: Vor der Anreise. Denn so spart man sich das stundenlange Warten in der Schlange an den Kassen vor der Residenz. Auf der offiziellen Ticketseite für Versailles, erhalten Touristen unterschiedliche Tickets, je nachdem wofür das Interesse am größten ist.

Wer nur am Besuch vom Schloss (ohne Park und die Gartenschlösser) interessiert ist, kauft sich für 18 Euro das „Billet Château“, mit dem „Billet Passport“ (25 Euro) darf alles besichtigt werden: Das Schloss, Park und Garten, die Trianons und auch sämtliche Ausstellungen. Übrigens: Wem ein Tag in Versailles nicht genügt, der kann sich ein Zwei-Tages-Pass kaufen.

Unter 26-jährige können sich freuen: Für sie ist der Besuch des Schlosses während des gesamten Jahres kostenfrei. Dann muss auch nicht in der langen Schlange vor dem Anwesen gewartet werden, sondern man kann gleich zum Eingang gehen. Das Vorzeigen des Ausweises genügt. Allerdings ist der Besuch der berühmten Wasserspiele im Garten, auch für die unter 26-jährigen kostenpflichtig. Die illuminierten, atmosphärischen Wasserspiele gibt es immer von April bis Oktober, jeden Samstag, Sonntag und Dienstag.

Das Besondere am Park des Schlosses ist, dass dort über 300 000 Blumen liebevoll in drei Gartenabschnitten arrangiert sind. Es gibt zudem ornamentförmige Beete, sorgsam gepflegte Wege, zahlreiche Statuen, riesige Vasen sowie Brunnen mit Wasserspielen inklusive Musik. Ein Fest für die Sinne. (#03)

Das Besondere am Park des Schlosses ist, dass dort über 300 000 Blumen liebevoll in drei Gartenabschnitten arrangiert sind. Es gibt zudem ornamentförmige Beete, sorgsam gepflegte Wege, zahlreiche Statuen, riesige Vasen sowie Brunnen mit Wasserspielen inklusive Musik. Ein Fest für die Sinne. (#03)

Öffnungszeiten und Geheimtipps

Die Öffnungszeiten von Versailles sind:

  • 1. April – 31. Oktober (Dienstag bis Sonntag) 9:00 – 18:30 Uhr
  • 1. November bis 2. April (Dienstag bis Sonntag) 9:00 – 17:30 Uhr
  • Geschlossen am: 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember. Aber: der Park ist an diesen Tagen geöffnet.

Und hier noch zwei Tipps für Besucher der Anlage:

Wer dem Anwesen zwischen November und März einen Besuch abstatten will, der hat in dieser Zeit immer am ersten Sonntag eines Monats die Möglichkeit, den kostenlosen Eintritt zu nutzen. Der zweite Tipp richtet sich vor allem an jene Touristen, die für ihren Trip ein bisschen Zeit mitgebracht haben oder sich das Zwei-Tages-Ticket kaufen wollen.

Einen Besuch ist dann auf jeden Fall auch die „Domaine de Marie-Antoinette“ Wert. Dabei handelt es sich um den Rückzugsort von Marie-Antoinette, der Frau von Ludwig XIV. Dieser ist eingebettet in idyllische Natur. Zu sehen gibt es hier u.a. den Petit Trianon sowie den Englischen Garten. Da geht es meist weniger überfüllt und hektisch zu als im Schloss Versailles, weshalb es sich dort für ein paar Stunden sehr gut aushalten und entspannen lässt.

Video: Das Mobiliar von Versailles

Versailles ein Schloss der Superlative

König Ludwig XIV., auch bekannt als „Sonnenkönig“ und von 1613 bis 1643 König von Frankreich, baute das ursprüngliche Jagdschloss einst zum majestätischen Schloss um. Ein wahrliches Bauwerk der Superlative: 2300 Zimmer besitzt Prunkbau, fast genauso viele Fenster verkleiden die Außenfassaden. Die Gesamtfläche beträgt beachtliche 65.000 Quadratmeter. Das entspricht fast zehn Fußballfeldern. Die umliegenden kleineren Schlösser haben eine Fläche von ca. 1400 qm (Petit Trianon) sowie rund 8500 qm (Grand Trianon).

Auch beim Anlegen des weitläufigen Parks sowie der üppigen Gartenanlage, kannte Ludwigs Hang zur Dekadenz keine Grenzen: Die gesamte Palastanlage von Versailles verfügt über 40 Kilometer Laubengänge, 42 Kilometer Alleen und eine Gesamtrasenfläche von 32 Hektar. Das Besondere am Park des Schlosses ist, dass dort über 300 000 Blumen liebevoll in drei Gartenabschnitten arrangiert sind. Es gibt zudem ornamentförmige Beete, sorgsam gepflegte Wege, zahlreiche Statuen, riesige Vasen sowie Brunnen mit Wasserspielen inklusive Musik. Ein Fest für die Sinne.

Anfang des 17. Jahrhunderts ließ es der damalige König von Frankreich, Ludwig XIII., als (überschaubares) Jagdschloss bauen. Zu der Zeit wohnten die Herrscher Frankreichs noch im Pariser Louvre. (#04)

Anfang des 17. Jahrhunderts ließ es der damalige König von Frankreich, Ludwig XIII., als (überschaubares) Jagdschloss bauen. Zu der Zeit wohnten die Herrscher Frankreichs noch im Pariser Louvre. (#04)

Die Anfänge als Jagdschloss

Versailles ist ein prächtiges Barock-Schloss, dem man längst nicht mehr ansieht, dass es zu Beginn alles andere als groß und monumental war. Anfang des 17. Jahrhunderts ließ es der damalige König von Frankreich, Ludwig XIII., als (überschaubares) Jagdschloss bauen. Zu der Zeit wohnten die Herrscher Frankreichs noch im Pariser Louvre.

Sein heutiges Aussehen verdankt das Schloss dem Sonnenkönig: nachdem Ludwig XIV. an die Macht kam, begann er – rund 40 Jahre nach der Grundsteinlegung – mit dem Umbau von Versailles. Seine Vision war es, das vergleichsweise kleine Bauwerk seines Vorgängers, in einen bombastischen Märchenpalast zu verwandeln.

Bis dieses Ziel erreicht war, sollten aber noch viele Jahre vergehen. Als Ludwig XIV. 1682 seinen ständigen Amts- und Herrschersitz nach Versailles verlegte, war das Schloss noch eine Baustelle. Auch als er 1715 starb , war seine Vision noch nicht verwirklicht. Die Residenz erhielt erst durch seine Nachfolger, die den Bau fortführten, seine heutige Gestalt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Brian Kinney -#01: S-F-#02:  Brian Kinney-#03: Catarina Belova -#04: MarinaDa

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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