Urlaub mit Hund: Tipps für eine schöne Urlaubszeit

0

Die schönste Zeit des Jahres ohne den besten Freund des Menschen verbringen? Für viele Hundebesitzer ist dies unvorstellbar – schließlich gehört der Vierbeiner zur Familie. Damit der Urlaub mit Hund in jedem Fall entspannend wird, zeigen wir Ihnen hier wertvolle Tipps für eine schöne Urlaubszeit.

Urlaub mit Hund: Einreisebestimmungen beachten

Die unbedingte Voraussetzung für einen stressfreien Urlaub mit Hund, sowohl für Mensch als auch für das Tier, ist eine gute Vorbereitung. Bei der Urlaubsplanung sollte zunächst die Frage nach dem Reiseziel geklärt werden. Dem Tier wird ein großer Gefallen getan, wenn Flüge und sehr lange Autofahrten vermieden werden – diese Situationen bedeuten nämlich Stress pur für Ihren Vierbeiner. Auch hohe Temperaturen verträgt der beste Freund des Menschen nicht gut, da Hunde nur über die Zunge schwitzen können.

Zudem sollten Sie als Urlauber beachten, dass europaweit an vielen Stränden sowie in zahlreichen Unterkünften Hunde nicht zugelassen sind. Um einen reibungsfreien Beginn Ihres Urlaubs zu ermöglichen, sollten Sie sich vor der Abreise über die Einreisebestimmungen der verschiedenen Länder informieren. Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union sind ein elektronischer Chip sowie das Führen eines Heimtierausweises mit Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung verpflichtend.

Zudem existieren in einigen Ländern wie Malta und Irland Sonderbestimmungen, die zusätzlich eingehalten werden müssen. Die entsprechenden Informationen finden Sie im Internet bzw. bei Ländern außerhalb der EU gibt die jeweilige Botschaft Auskunft.
Tipp: Entscheiden Sie sich für eine An- und Abfahrt mit dem Auto, so vergessen Sie nicht die Einreisebestimmungen der Länder, die lediglich passiert werden!

Die Reiseapotheke darf auf keiner Reise fehlen. So ist man auch vor Ort für alles gerüstet

Die Reiseapotheke darf auf keiner Reise fehlen. So ist man auch vor Ort für alles gerüstet (#01)

Urlaub mit Hund: gut vorbereitet für den Notfall – die Reiseapotheke

Um auf kleinere Verletzungen und Unannehmlichkeiten angemessen reagieren zu können, hilft das Führen einer

Reiseapotheke für den Hund. Unbedingt in den Koffer gehören:

• Eine Zeckenzange
• Mittel gegen Durchfall/Erbrechen
• Evtl. benötigte Medikamente
• Desinfektionsmittel
• Verbandszeug
• Ohren- und Augentropfen
• Eine Schere.

Vor der Abreise ist eine Besprechung mit dem Tierarzt sinnvoll, um ggf. notwendige Medikamente in ausreichender Menge mitführen zu können. Zudem sollte Ihr Hund vor Reiseantritt einen Schutz gegen Parasiten wie Sandfliegen und Zecken erhalten. Genau wie in der Heimat sollte der Vierbeiner auch im Urlaub nach jedem Spaziergang regelmäßig auf Zecken untersucht werden.
Besonders praktisch ist ein Erste-Hilfe-Set speziell für den Vierbeiner. So haben Sie eine kleine Notfallausrüstung stets griffbereit.

Dieses beinhaltet u.a.:

• Ein Paar Latexhandschuhe
• Ein Verbandspäckchen
• Eine Einweg-Spritze
• Eine Wundkompresse
• Zwei Alkoholtupfer sowie
• Einen Floh- bzw. Läusekamm.

Auf die Packliste gehört außerdem:

• Der EU-Heimtierausweis

• Eine Decke sowie ein Handtuch für Ihren Liebling
• Seine Bürste und Plastiktüten
• Das Lieblingsspielzeug
• Futter, Fress- und Wassernapf
• Eine Leine sowie einen Maulkorb
• Die Haftpflichtversicherungsnummer bei Unfällen sowie
• Eine Hundemarke sowohl mit der Heimat- als auch mit der Urlaubsadresse.

Wenn man die Reiseoptheke für seinen Hund dabei hat, ist das schon die halbe Miete, wenn doch was geschieht

Wenn man die Reiseoptheke für seinen Hund dabei hat, ist das schon die halbe Miete, wenn doch was geschieht (#02)

Urlaub mit dem Hund: Welches Verkehrsmittel?

Der entspannteste Weg, um mit einem mittelgroßen bis großen Hund in den Urlaub zu fahren, ist mit dem Auto. Dieses Verkehrsmittel ist ideal, da individuell Pausen und kleine Spaziergänge (bei langen Fahrten alle drei bis vier Stunden) eingelegt werden können. Zudem ist der Hund schon gut mit dem Wagen vertraut und fährt im besten Fall gerne Auto. Damit die Autofahrt sowohl für Sie als auch für Ihren Hund zu einem angenehmen Erlebnis wird, ist eine vorherige Desensibilisierung und positive Assoziation notwendig. Mit dem Training sollte unbedingt eine lange Zeit vor der eigentlichen Abreise begonnen werden. Dazu nehmen Sie zu Beginn Ihren Vierbeiner bei kleinen Fahrten mit und fördern beispielsweise durch Füttern im Auto schöne Erlebnisse. Idealweise kennt der Hund schon seit dem Welpenalter die Fortbewegung mit dem Auto.
Der beste Platz für einen Hund im Auto ist hinter einem Trenngitter bzw.- netz oder in einer Transportbox. Auf diese Weise gefährdet der Hund weder sich selbst noch andere Beifahrer. Damit die Autofahrt für das Tier angenehm wird, ist ein ausreichender Schutz vor Hitze erforderlich. Auch die Klimaanlage sollte nicht zu hoch eingestellt werden. Da Hunde im Allgemeinen bei Zugluft leicht eine Bindehautentzündung bekommen, sollten außerdem die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben.

Diese Familie hat sich für das Auto entschieden. Dann wird es wohl nicht ganz soweit weg gehen

Diese Familie hat sich für das Auto entschieden. Dann wird es wohl nicht ganz soweit weg gehen (#03)

Urlaub mit Hund: Welches Reiseziel?

Die Nachfrage nach schönen Urlaubsorten, an die der beste Freund des Menschen mitgenommen werden kann, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Aus diesem Grund werden in den Ländern Europas immer mehr hundefreundliche Freizeitangebote und Unterkünfte angeboten.

In Ländern wie Kroatien und Holland existieren Strandabschnitte, die mit Vierbeinern besucht werden dürfen. An dem holländischen Strandbereich „Beach End“ in Nordwijk können Hundebesitzer mit ihren Lieblingen lange Spaziergänge machen, denn hier dürfen Hunde nach Herzenslust auch ohne Leine frei toben.
Viele schöne Urlaubsziele finden sich mitunter auch direkt vor der eigenen Haustür: sowohl auf den Nordseeinseln als auch an der Ostsee existieren zahlreiche hundefreundliche Domizile. Ein besonders beliebter Urlaubsort ist der Strand zwischen Rerik und Riedsee, der nicht nur Sand und Meer, sondern auch eine naturbelassene Steilküste bietet.

Tja da muss der Hund wohl draußen bleiben. oder eben die ganze Familie mit ihm

Tja da muss der Hund wohl draußen bleiben. oder eben die ganze Familie mit ihm (#04)

Leinenpflicht in Restaurants und Cafés?

Die meisten Hundebesitzer nehmen Ihren Vierbeiner gerne zu alltäglichen Aktivitäten mit – dazu gehören auch kurze Erholungspausen in einem Café oder auch ein Restaurantbesuch. In manchen Wirtschaften sind Hunde gern gesehen, während in anderen ein großes Verbotsschild an der Tür hängt. In Deutschland existieren keine generellen gesetzlichen Regeln, ob Hunde in Restaurants und Cafés geduldet werden oder nicht – das Hausrecht darf immer der Unternehmer selbst bestimmen.

Im Klartext bedeutet das: der Wirt entscheidet, ob Hunde in seinem Haus willkommen sind oder nicht. Jedoch: viele Unternehmer haben erkannt, dass die Zahl der Kundschaft mit Vierbeinern stetig steigt. Deutschland ist seit Jahren führend unter den Ländern mit den meisten Haustieren – derzeit leben 6,9 Millionen Hunde in der Bundesrepublik. Aus diesem Grund steigt auch die Anzahl an hundefreundlichen Cafés und Restaurants.

Die meisten Wirte akzeptieren Hunde, wenn sich diese zu benehmen wissen. Dazu gehört:

• Keine Belästigung der anderen Gäste
• Kein aggressives Verhalten
• Verträglich und sozialisiert.

Der Knigge für Hundebesitzer besagt aus diesem Grund, dass einem Besuch mit einem ausgelasteten Hund nicht zu den Hauptgeschäftszeiten nichts entgegensteht. Der Hund sollte auf die gängigsten Kommandos hören und sich im besten Fall unter den Tisch legen und ruhig verhalten. Zudem erwarten die meisten Wirte, dass der Hund innerhalb des Hauses an der Leine geführt wird. Um unerwartete Situationen vorzubeugen, ist es sinnvoll, stets einen Fuß auf der Leine stehen zu haben.


Bildnachweis:© Fotolia- Titelbild: Rido-#01: racamani-#02: javier brosch-#03: WavebreakMediaMicro-#04: fotohansel

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Leave A Reply