Reiseapotheke-Checkliste: Das muss alles dabei sein

0

Schon bald beginnt wieder die schönste Zeit des Jahres – der Urlaub steht vor der Tür. Allerdings schützen freie Tage freilich nicht vor Erkrankungen, daher gehört zur Reisevorbereitung auch, die Reiseapotheke gut zu bestücken. Dabei sollten Sie an alle Eventualitäten denken, ohne gleich einen kompletten Arztkoffer mitnehmen zu müssen.

Allgemeine Hinweise für die Apotheke unterwegs

Checkliste reiseapotheke: Verbandmaterial, Kopfschmerztabletten, Fieberthermometer – und was noch? (#1)

Checkliste reiseapotheke: Verbandmaterial, Kopfschmerztabletten, Fieberthermometer – und was noch? (#1)

Nehmen Sie nur die Arzneimittel mit auf Reisen, die sich bereits bewährt haben und die Sie auch vertragen. Nichts ist schlimmer, als auf Hilfe durch ein Medikament zu hoffen und dieses dann nicht zu vertragen.

Packen Sie die mitreisende Apotheke bereits zu Hause – auch wenn Sie sicher sein können, vor Ort alles Nötige zu erhalten. Sie haben damit sofortigen Zugriff auf alles, was Sie brauchen und müssen am Urlaubsort nicht erst nach einer Apotheke suchen. Wenn Sie Produkte von zu Hause mitnehmen: Achten Sie auf das Verfallsdatum! Dieses sollte nicht unbedingt während der Urlaubszeit oder gar schon davor liegen. Wichtig ist auch, dass das aufgeprägte Datum nur für die Packungen gilt, die noch nicht geöffnet worden sind. Gerade für bereits geöffnete Flüssigkeiten gilt ein knappes Zeitfenster von oft nur drei bis sechs Wochen – auch dies ist aber auf der Verpackung zu finden. Sollten Sie einen Ausflug ins Ausland planen: Denken Sie an eine eventuelle Zeitverschiebung bei der Einnahme von Tabletten oder Kapseln!

Video: Checkliste für die Reiseapotheke

Tipps zum Inhalt der Reiseapotheke bietet auch dieses Video auf YouTube.

 

Was gehört zur Grundausstattung?

Je nachdem, wohin der Urlaub Sie führt, muss die Reiseapotheke unterschiedlich umfangreich sein. Es ist logisch, dass zum Beispiel für eine Reise ins Ausland andere Produkte mitgeführt werden sollten – man denke hier etwa an Medikamente gegen Durchfall.

Ganz oben auf der Liste stehen natürlich die Mittel, die Sie individuell benötigen. Denken Sie daran, diese in der benötigten Menge mitzuführen und fragen Sie Ihren Arzt rechtzeitig nach einem neuen Rezept, sollten die Produkte nicht ausreichend sein. Sollten Sie zu bestimmten Beschwerden neigen, packen Sie auch dafür Mittel ein: Vergessen Sie die Mittel gegen Allergien oder Lippenherpes nicht!

Da auch auf Reisen rasch eine Wunde entstehen kann, sollten Sie ein Desinfektionsmittel mitführen. Auch das Verbandsmaterial für etwas größere Wunden, Pflaster, Klebeband und Dreieckstuch sollten eingepackt werden. Dazu kommt das Fieberthermometer. Auch Schmerz- und Fiebermittel gehören in das Reisegepäck. Paracetamol oder Ibuprofen sind die Wirkstoffe der Wahl.

Was muss noch mit auf die Fahrt?

Um ausreichende Hilfe im Ernstfall gewährleisten zu können, muss die Reisevorbereitung über die bloße Grundausstattung der Reiseapotheke erweitert werden. Medikamente gegen Übelkeit sind hier ebenso gefragt wie gegen Durchfall und Verstopfung. Gerade auf Urlaubsreisen kann eine Magen- oder Darmverstimmung schnell auftreten und es ist gut, wenn Sie die entsprechenden Gegenmittel parat haben. Das gilt übrigens auch für Ausflüge, die nur in Deutschland vorgenommen werden, auch wenn die Gefahr einer Erkrankung hier oftmals unterschätzt wird. Wichtig ist aber in jedem Fall, gerade auf der Urlaubsreise bewusst zu essen. Nehmen Sie besser keine rohen Speisen zu sich, verzichten Sie auf allzu viele kulinarische Experimente. Gesund bleiben Sie auch, wenn Sie das Wasser vor Ort besser abkochen und nicht direkt aus der Leitung trinken, es sei denn, Sie konnten sich vorab über die Trinkwasserqualität informieren. Denken Sie auch an Ihre Kinder, denn selbst wenn die Ferien nur zu einem Ziel in Deutschland gehen, reagieren die Kleinen doch schneller mit Problemen des Magen-Darm-Traktes.
Neigen Sie zu Verstopfungen, wenn Sie auf die Reise gehen? Dann sollten Sie eine Tüte Trockenfrüchte mitführen. Diese können als Erste Hilfe im Verstopfungsfall meist ausreichen. Für den Fall, dass das nicht reicht: Packen Sie ein mildes Abführmittel mit ein!

Auch die BZ sagt Ihnen, was Sie am besten an Medikamenten und Heilmitteln sowie an Verbandsmaterial mit auf Reisen nehmen sollten.

Nicht nur an Fieber und Verletzungen denken!

Viele denken bei der Vorbereitung einer Reise zuerst an Medizin, die gegen Fieber wirkt. Dabei haben Reisende in Deutschland meist weniger mit erhöhter Körpertemperatur zu kämpfen, als vielmehr mit Allergien oder Verletzungen. Gehen Sie davon aus, dass Sie sich beim Bergsteigen eine Prellung zuziehen, dass Sie sich einen Muskel zerren oder ein Band dehnen. Ein Kühlpad können Sie zwar mitnehmen, doch dafür brauchen Sie vor Ort einen Kühlschrank. Im Ferienhaus kein Problem, im Hotel aber nicht immer vorahnden. Entzündungshemmer sind daher unbedingt einzupacken! Allerdings kann es trotzdem passieren, dass Sie einen Arzt aufsuchen müssen, die Selbstmedikation ist nicht in jedem Fall anzuraten oder erfolgreich.

Auf der Reise kann Sie natürlich auch ein einfacher Schnupfen oder Husten ereilen, Sie können von Halsschmerzen geplagt sein oder Ohrenschmerzen haben. Auch Augenbeschwerden sind gar nicht so selten, wie manch einer vielleicht denken mag. Dann ist es gut, die entsprechenden Medikamente mitzuführen und bei Bedarf anzuwenden. Abschwellende Nasensprays, evtl. die Nasendusche, Augentropfen, Sonnenbrille (wichtig bei einer Bindehautentzündung) und Lutschtabletten gegen Halsbeschwerden helfen geben die Beschwerden.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Der Urlaub in Deutschland bedarf einer weniger umfangreichen Reiseapotheke als die Reise ins Ausland – auf Mittel gegen Malaria und diverse andere Erkrankungen können Sie getrost verzichten. Nicht jedoch auf Sonnenschutzmittel! Egal, ob die Fahrt ans Meer, an einen See oder in die Berge geht, wer gesund bleiben möchte, muss in jedem Fall das passende Sonnenschutzmittel einpacken. Idealerweise nehmen Sie auch noch ein After-Sun-Produkt mit, sodass Sie eventuell gereizte Haut umgehend versorgen können. Ein Kühlgel hilft dabei, leichte Verbrennungen zu lindern. Für die Behandlung starker Rötungen empfiehlt sich eine Creme auf Basis von Hydrocortison. Dieses ist verträglicher als eine reine Cortison-Creme. Denken Sie an einen speziellen Sonnenschutz für die Kinder – wählen Sie besser einen sehr hohen Lichtschutzfaktor!

Da neben der Sonne auch die Insekten in Deutschland scheinbar überall sind, brauchen Sie ein Mittel gegen die lästigen Viecher. Repellents sind Insektenabwehrmittel, die bereits für Kinder ab zwei Jahren erhältlich sind. Die Mittel schützen vor Mücken und Zecken, halten aber natürlich keine Wespen oder Bienen ab. Sollten Sie diese also geärgert haben und zum Dank gestochen worden sein, sollten Sie ein kühlendes Gel bei sich haben. Auch spezielle Behandlungsmittel bei starkem Juckreiz sollten immer mitgeführt werden.

Eine Salbe bei kleinen Verletzungen ist ebenfalls zu empfehlen, diese wird in Apotheken als Wund- und Heilsalbe verkauft. Ideal ist natürlich, wenn Sie zu Hause bereits Erfahrungen mit einer Art Salbe machen konnten, denn es ist immer besser, ein bewährtes Mittel mitzuführen.
Lassen Sie sich die Reiseapotheke zusammenstellen oder wählen Sie gleich verschiedene Sets aus. Finden Sie in der europa-apotheek die passenden Arzneimittel.


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild hetwig, #1 RioPatuca Images

Über Klaus Müller-Stern

Ich bin Klaus Müller-Stern, 25 Jahre jung. Mein Studium des Maschinenbaus macht mir Spaß. In meiner Freizeit reise ich gerne. Als Mitautor in diesem Online-Magazin lasse ich meiner Begeisterung fürs Reisen freien Lauf.

Leave A Reply