Multikulti in Berlin – 3 Länder in 3 Tagen besuchen

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Deutschland hat viel zu bieten und die Vielseitigkeit unserer Heimat kann sich wirklich sehen lassen. Die ostfriesische Nordsee ist eine beliebte Urlaubsregion und auch das Allgäu bietet vielfältige Urlaubsarrangements an. Wellnessurlaub, Wander- und Kletterangebote sowie Städtetrips gibt es zu Hauf. Ganz weit vorne auf der Beliebtheitsskala der Städtetrips liegt unsere Hauptstadt.

Das hat auch einen guten Grund, denn Berlin ist nicht nur vollgepackt mit kulturellen, modischen, technischen, architektonischen und kulinarischen Highlights. Berlin ist auch ein Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen. Der Tagesspiegel berichtete zum Beispiel im Jahr 2013, dass in Berlin mehr als 780.000 Menschen mit Migrationshintergrund leben, Tendenz steigend, wie hier zu lesen ist.

East Side Galerie – ein Stück Berlin

Wer eine Weltreise machen will, braucht eigentlich nur nach Berlin fahren. Denn nirgendwo in Deutschland ist die Kombination aus Kunst, Kultur, Geselligkeit, Toleranz und Innovation so spannend und abwechslungsreich wie hier. Durch 3 Länder in 3 Tagen – das ist in Berlin überhaupt kein Problem. Tipps für einen Multikulti Trip durch Berlin liefert dieser Beitrag.

Wer eine Weltreise machen will, braucht eigentlich nur nach Berlin fahren.(#03)

Wer eine Weltreise machen will, braucht eigentlich nur nach Berlin fahren.(#03)

Tag 1: Frankreich in Berlin

Wer an Frankreich denkt, denkt an französische Küche. Los geht‘s deshalb mit einem Frühstück im Café Fleury. Es liegt in Berlin-Mitte, ist gemütlich und stilvoll eingerichtet. Das Publikum ist eine bunte Mischung aus Familien und Touristen sowie internationalen Geschäftsleuten. Top-Tipp: Wenn die Sonne scheint, sitzt es sich auf der Holzterrasse standesgemäß französisch mit Blick auf das bunte Straßenleben.

Nach dem ausgiebigen Frühstück steht ein wenig Kultur auf dem Programm. Die Besichtigung des französischen Doms am Gendarmenmarkt ist ein Highlight, das sich kein Berlin-Tourist entgehen lassen sollte. Der französische Dom verdankt seinen Namen der großen Kuppel, die in der französischen Sprache „dome“ heißt. Die Fassade wurde erst im Jahr 2006 aufwendig saniert und lohnt genauer Betrachtung. Die Krönung eines Besuchs im Französischen Dom ist das Erklimmen der Kuppel. Mit Blick über die Dächer Berlins ist natürlich auch der Fernsehturm als Wahrzeichen Berlins unübersehbar.

Zur Mittagszeit empfiehlt sich ein Picknick im französischen Barockgarten von Schloss Charlottenburg. Dazu können Touristen in einem Supermarkt Käse, Baguette und Rotwein kaufen und sind damit bereits bestens gerüstet. Alternativ lassen sich die echt französischen Snacks und Leckereien auch in einem französischen Feinkostladen erstehen. Davon gibt es in Berlin eine ganze Menge. Je nach Stadtteil bieten sich zum Beispiel die Geschäfte an.

  • Galeries Lafayette (Mitte),
  • Grand Vignoble (Hallensee) oder
  • Degustation (Mitte/Pankow)

Ist der Rucksack oder der Picknickkorb gut gefüllt, geht es per S-Bahn oder U-Bahn zum Schlosspark Charlottenburg. Die Direktion der Schlösserverwaltung sorgte dafür, dass der zerbombte Schlosspark in seinen ursprünglichen Zustand wiederaufgebaut wurde. Vor rund anderthalb Jahrzehnten wurde der Park das letzte Mal rekonstruiert. Er ist weitläufig und bietet viele Möglichkeiten, sich in Ruhe hinzusetzen und den Tag zu genießen. Ein Spaziergang über die Schlossparkbrücke zu den Karpfenteichen gibt immer wieder Blicke auf das prächtige Schloss und auf die großartige Barockanlage frei.

 

Ist der Rucksack oder der Picknickkorb gut gefüllt, geht es per S-Bahn oder U-Bahn zum Schlosspark Charlottenburg.

Ist der Rucksack oder der Picknickkorb gut gefüllt, geht es per S-Bahn oder U-Bahn zum Schlosspark Charlottenburg.(#01)

Der Nachmittag des französischen Tages in Berlin gehört der Mode. Es gibt viele französische Boutiquen in der Hauptstadt und es lohnt sich, das dicke Portmonee einzupacken. Falls Touristen nicht gerade zur Berlin-Fashion-Week in der Stadt sind, ist die Galerie Lafayette erste Adresse für französische Modelabel. Außerdem kommen diese Boutiquen für die Shoppingtour in Frage:

  • LÉphémère, Angebot: Mode, Schuhe, Accessoires diverser französischer Labels.
  • Ma Garderobe, Angebot: Wohlfühlmode aus Frankreich für Frauen zwischen 18 und 80, trendig, schick, raffiniert.
  • Cyrillus, Angebot: Mode für Damen, Herren und Kinder. Hosen, Jacken, Hemden, Blusen, Kleider, Pullover und Accessoires. Gepflegt und modern.

Neu eingekleidet ist es ratsam, einen kurzen Abstecher ins Hotel und sich selbst frisch zu machen. Denn das Abendessen wartet schon und zwar im Restaurant Le Faubourg. Das Lokal punktet durch ein modernes Ambiente und angenehme Farben. Die Kellner sind freundlich und sympathisch, sie servieren mit Leidenschaft und Charme. Empfehlenswert ist, sich einen unvergesslichen Abend im „Private Dining“ zu gönnen.

Der Koch Felix Mielke hat mit 29 Jahren die Küche übernommen und prägt sie durch sein innovatives und modernes Verständnis der französischen Küche. Im Rahmen des Private Dinings können Gäste ausgesuchte Weine kosten, einen perfekten Service und selbstverständlich die exquisiten Speisen in privater Atmosphäre genießen.

Tag 2: Karibik in Berlin

Nach einem köstlichen Abend in einem französischen Restaurant ist an Tag 2 ausschlafen angesagt. Überhaupt ist der zweite Tag „lazy“ und dafür gedacht, sich einfach treiben zu lassen. Karibisches Lebensgefühl in Berlin beginnt mit einem karibischen Frühstück. Je nach Vorlieben kann es salzig oder süß beginnen.

Typisch jamaikanisch ist zum Beispiel das Nationalgericht „Ackee and Saltfish“. Ackee ist eine karibische Frucht, die im gekochten Zustand verzehrt wird. Sie sieht dann aus wie Rührei und schmeckt auch ähnlich. Der karibische Fisch ist meist Kabeljau oder Rotbarsch. Die Zutaten bekommt man zum Beispiel in einem der internationalen Supermärkte Berlins oder im Ya-Man im Hansa-Viertel in Moabit.

Wem der Geschmack zu gewöhnungsbedürftig ist, der gönnt sich süßen Kaffee und Früchte. Doch im Zeichen des Essens steht der karibische Tag ohnehin nicht, heute geht es um Müßiggang und sorglosen Spaß.

 Die Zutaten bekommt man zum Beispiel in einem der internationalen Supermärkte Berlins oder im Ya-Man im Hansa-Viertel in Moabit. (#04)

Die Zutaten bekommt man zum Beispiel in einem der internationalen Supermärkte Berlins oder im Ya-Man im Hansa-Viertel in Moabit. (#04)

Chillout mit karibischem Flair geht entweder direkt in Berlin oder vor den Toren Berlins. Touristen können eine entspannte Reise nach Tropical Island unternehmen. Das ist Europas größte tropische Urlaubswelt ungefähr 60 km von Berlin entfernt. Hier lässt es sich in Lagunen und in südseeähnlicher Atmosphäre so richtig abschalten. Auch für die Kinderbespaßung ist mit einem Rundum-Sorglos-Paket gesorgt.

Der Tropino Kinderclub garantiert Spielspaß für die kleinen und Ruhe für die Eltern. Wer lieber in Berlin bleiben will, ist in einer der zahlreichen Beach-Bars gut aufgehoben – und zwar auch im Winter. Heißer Tipp: Der Yaam Beach in Berlin ist DER Treffpunkt für alle, die das Karibik-Feeling lieben. Für Verpflegung ist hier natürlich auch gesorgt.

Als Abschluss des karibischen Tages in Berlin ist ein entspanntes Mahl zu empfehlen. Das RosaCaleta wartet mit abwechslungsreichen Events auf und serviert karibische Spezialitäten von Hähnchen über Fisch bis Gemüse und Reis. Das Mahl sollte nicht zu üppig ausfallen, denn Tanzen zu karibischen Klängen ist aufregend und erfordert Leichtigkeit, viel Gefühl und Hingabe.

Typisch karibische Tänze sind:

  •  Salsa
  •  Merengue
  •  Bachata
  •  Kizoma

Wer Lust hat, besucht eine der vielen karibischen Nächte in Berlin, die von Reedereien, Discotheken und Stadtteilzentren angeboten werden. Auch das Wochenmagazin Zitty liefert Hinweise auf passende Events.

Tag 3: England in Berlin

Wer Spiegelei, Bohnen und Wurst zum Frühstück mag, für den ist der englische Tag in Berlin genau richtig. Für alle anderen gilt: Augen zu und durch. Denn englisches Frühstück ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Dafür steht der englische Tag in Berlin im Zeichen von Kultur und Architektur.

 Dafür steht der englische Tag in Berlin im Zeichen von Kultur und Architektur.

Dafür steht der englische Tag in Berlin im Zeichen von Kultur und Architektur. (#02)

Die britische Botschaft ist einen Besuch wert und liegt nah am Brandenburger Tor. Sie ist ein kennzeichnender Bau der Postmoderne. Das Hotel Adlon in der Nähe fällt genauso wie die britische Botschaft sofort ins Auge. Seit dem Jahr 2000 steht die britische Botschaft in Berlin, die von Michael Wilford geplant wurde.

Der Architekt hat der klar gegliederten Fassade einen Stilbruch verpasst und in die Front zwei grafische Baukörper in lila und hellblau eingefügt. Ein echter Hingucker, der dieses Gebäude auffällig und sehenswert macht.

Der englische Garten in Berlin ist ein weiteres Highlight, das am englischen Tag nicht fehlen darf. Er liegt im Berliner Tiergarten und beherbergt unter anderem einen Urwelt-Mammutbaum. Mittlerweile ist er gut über 60 Jahre alt und hat einen Umfang von 2,40 m und eine Höhe von knapp 25 m. Seine imposante Spannweite von 10 m beschattet ein lauschiges Plätzchen, auf dem sich Besucher gerne niederlassen. Eine kleine Pause gönnen sich Touristen bei einer guten Tasse englischen Tee im Teehaus des Englischen Gartens.

Eine gute Anlaufstelle für englischsprachiges Kino ist das CineStar Imax-Theater im Sony Center.

Eine gute Anlaufstelle für englischsprachiges Kino ist das CineStar Imax-Theater im Sony Center. (#05)

Am Sony Center ist immer etwas los.

Abends haben es Touristen nicht leicht, das passende kulturelle Angebot auszuwählen. Englisches Kino und englisches Theater gibt es in Berlin nämlich reichlich. Es lohnt sich immer, einen Blick auf die Webpräsenz vom English Theatre Berlin zu werfen. Es stellt quasi das Zentrum englischsprachigen Theaters in Berlin da.

Im Angebot sind Hausproduktionen und internationale Gastspiele. Eine gute Anlaufstelle für englischsprachiges Kino ist das CineStar Imax-Theater im Sony Center. Es bietet Berlins größte Leinwand und extrem bequeme Ledersessel mit Amphitheater-Atmosphäre.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Kzenon-#01:etfoto-#02:chilimapper-#03:dudlajzov-#04:babelsberger-#05:alexczcom

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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