Kreuzfahrten: Muss es immer ein riesiges Kreuzfahrtschiff sein?

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Für viele Urlauber ist es ein Traum: auf einer Kreuzfahrt gleich mehrere Länder kennenlernen. Müssen es aber wirklich immer noch größere Schiffe sein, die durch die sieben Weltmeere fahren? Neben den Ozeanriesen gibt es inzwischen auch immer mehr kleinere Kreuzfahrtschiffe mit Top-Angeboten.

Was die großen Kreuzfahrtdampfer bieten

Die vielfältigen Kreuzfahrten richten sich an ein buntes Publikum. Einige Angebote sind vor allem bei Familien beliebt, andere haben eine ältere Zielgruppe. Auch Urlaubsprogramme für Singles und Paare verlocken zur schnellen Buchung. Anders als bei einer Pauschalreise ist man auf dem Schiff ständig unterwegs – und hat doch sein „Hotelzimmer“ bzw. seine Kabine immer dabei.

Damit nicht nur die Zielhäfen Abwechslung bieten, sorgen die Reedereien und die Reiseveranstalter dafür, dass die Schiffe selbst schon ein buntes Freizeitprogramm bereithalten. Auf den Kreuzfahrtschiffen gibt es nicht nur Pool und Wellnessbereich, sondern häufig gleich mehrere Restaurants und Bars, ein Theater, eine Diskothek, ein Kino und vieles mehr. Das Ergebnis: Die Schiffe werden immer noch größer. Das heißt auch, dass die Anzahl der Kabinen steigt. Mehr Passagiere, mehr Aktivitäten, mehr Fun – bedeutet das aber auch: mehr Qualität?

Tatsächlich scheinen die Preise für Kreuzfahrten zu sinken, um noch mehr Urlauber anzuziehen. Gerade die Reisen auf dem Mittelmeer sind oft günstig zu buchen. Für die Reedereien rechnet sich das Geschäft teilweise kaum noch. Aus diesem Grund setzen die Organisatoren an einer anderen Stelle an, um die Einnahmen zu verbessern. Zusatzleistungen, die bei der Standardreise nicht zum Preis gehören, werden angeboten. Hierbei handelt es sich um besondere Ausflüge an Land, um Wellness-Pakete oder um die Exklusiv-Bars an Bord.

 

Tatsächlich scheinen die Preise für Kreuzfahrten zu sinken, um noch mehr Urlauber anzuziehen. Gerade die Reisen auf dem Mittelmeer sind oft günstig zu buchen. (#02)Tatsächlich scheinen die Preise für Kreuzfahrten zu sinken, um noch mehr Urlauber anzuziehen. Gerade die Reisen auf dem Mittelmeer sind oft günstig zu buchen. (#02)

Tatsächlich scheinen die Preise für Kreuzfahrten zu sinken, um noch mehr Urlauber anzuziehen. Gerade die Reisen auf dem Mittelmeer sind oft günstig zu buchen. (#02)

Urlauben auf dem Meer

Auf der Seite www.kreuzfahrt-zeitung.de erfahren die Leser viele Details zu den verschiedenen Reedereien und außerdem über die interessanten Angebote für Pauschal- und Individualurlauber. Des Weiteren gibt es Reiseberichte und viele weitere Inspirationen, die bei der Planung des nächsten Urlaubs auf See helfen. Außergewöhnliche Reiseziele auch auf den großen Flüssen Europas oder eine Weltreise ziehen einen in ihren Bann. Hier wird schnell deutlich, dass sich die Anbieter jedes Jahr neue Ideen ausdenken und damit die Reisenden überraschen.

Mit den abwechslungsreichen Kreuzfahrten orientieren sich die Reedereien an den Stammkunden sowie an den Neukunden. Sie bleiben also stets am Puls der Zeit, um die Nachfrage zu sondieren und das Kundeninteresse wach zu halten. Nur mit einem spannenden Konzept lassen sich die Reisenden erneut begeistern und buchen die nächste Fahrt über das Meer.

Der Wettbewerb zwischen den Reedereien führt zu spezialisierten Angeboten sowie zu einem besonders aufregenden Unterhaltungsprogramm an Bord und in den einzelnen Hafenstädten. Während einige auf ein riesiges Freizeitangebot direkt auf dem Schiff setzen, heben sich andere durch interessante Ausflugspakete von der Masse ab.

Unabhängig von der Art der Kreuzfahrtreise hat man auf dem Schiff die folgenden Vorteile:

  • Top-Service, ggf. auch in der Kabine,
  • im Notfall medizinische Versorgung,
  • komfortables Reisen,
  • abwechslungsreiches Entertainment,
  • Qualität und Verfügbarkeit von Speisen.

Abends treffen sich die Passagiere zum Essen und danach geht es in einer der Bars weiter. Natürlich dürfen auch die Aufführungen von Artisten oder Musikern nicht fehlen. (#03)

Abends treffen sich die Passagiere zum Essen und danach geht es in einer der Bars weiter. Natürlich dürfen auch die Aufführungen von Artisten oder Musikern nicht fehlen. (#03)

Das Aktiv- und Entertainment-Programm an Bord

Gerade bei langen Schiffsreisen freuen sich die Passagiere über Abwechslung, denn manchmal braucht man für die Fahrt von einem Hafen zum nächsten zwei oder drei Tage lang. Deshalb präsentieren die Reedereien für ihre Gäste ein vielfältiges Sport- und Freizeitangebot. Man kann im Fitnessraum trainieren oder bei Spielen an Deck mitmachen, oft gibt es sogar ein Casino und auch eine Bibliothek steht zur Verfügung.

Abends treffen sich die Passagiere zum Essen und danach geht es in einer der Bars weiter. Natürlich dürfen auch die Aufführungen von Artisten oder Musikern nicht fehlen. Bekannte Sänger und engagierte Schauspieler zeigen ihr Können und machen die Kreuzfahrt zu einem unterhaltsamen Erlebnis. Die Ereignisse spielen sich also nicht nur an den Zielorten ab, sondern auch direkt an Bord. Das Aktivprogramm und auch die Unterhaltung sind bei den meisten Kreuzfahrten im Grundpreis enthalten. Nur in Einzelfällen oder in speziellen Bereichen kann es zu Zusatzkosten kommen.

Bei einer Show, die man auf einem Landausflug besucht, muss diese zumeist separat bezahlt werden. Einige Reiseangebote enthalten jedoch schon die Ausflugspakete. In der genauen Reisebeschreibung erfährt man alles Wichtige zu den beinhalteten Leistungen.

Die Mahlzeiten auf dem Kreuzfahrtschiff runden das Verwöhn-Programm ab. Im Vergleich zu einem normalen Hotel ist die Speisekarte auf dem Schiff oft etwas vielfältiger. Das zeigt ein Überblick über die Restaurants, die beispielsweise auf der AIDA oder auf einem Schiff der MSC Flotte zum Schlemmen einladen. Bei der internationalen Ausrichtung können sich die Passagiere überlegen, ob sie beispielsweise lieber italienisch oder asiatisch essen möchten.

Teilweise sind die großen Ozeanriesen mit überwältigenden Attraktionen ausgestattet. Parks mit echten Pflanzen, ein Wellenbad und sogar ein Amphitheater, das alles ist keine Seltenheit. Kein Wunder, dass die Reedereien so stolz sind, wenn sie ihre neuen Kreuzfahrtschiffe präsentieren. Aber muss es wirklich ein so riesiges Schiff sein?
Die sogenannte Gigantomanie mag für viele Kreuzfahrtreisenden beeindruckend sein. Für das eigentliche Reiseerlebnis ist sie jedoch keine Voraussetzung.

Es sieht so aus, als ob der Boom der Ozeanriesen in der letzten Zeit etwas zurückgeht. Denn selbst wenn einige Reedereien weiterhin auf Größe setzen, steigt allmählich die Zahl der kleineren Schiffe wieder an. Diese Entwicklung wird noch durch ein anderes Phänomen unterstützt: Bei großen Kreuzfahrtschiffen wie die Amadea (das ehemalige Traumschiff) ist inzwischen die Technik veraltet, was sich negativ auf die Umwelt auswirkt. Diese Schiffe werden nach und nach aus dem Verkehr genommen und durch neuere ersetzt.

 

Inzwischen erwärmen sich offensichtlich mehr und mehr Urlauber für die kleineren Kreuzfahrtschiffe. (#01)

Inzwischen erwärmen sich offensichtlich mehr und mehr Urlauber für die kleineren Kreuzfahrtschiffe. (#01)

Große und kleine Kreuzfahrtschiffe

Die riesigen Kolosse sind einerseits ein Zeichen für das steigende Interesse der Reisenden an Kreuzfahrten, andererseits demonstrieren sie das technische Know-how der Reedereien. Einige Anbieter möchten jedoch weg von dem Image der günstigen aber großen Kreuzfahrtschiffe und setzen stattdessen auf Spezialangebote.

Inzwischen erwärmen sich offensichtlich mehr und mehr Urlauber für die kleineren Kreuzfahrtschiffe. Diese haben zwar ein entsprechend eingeschränktes Angebot an Bord, dafür sind sie mehr auf Individualität ausgerichtet. Als „kleines Kreuzfahrtschiff“ gilt ein Schiff, das mit seiner Kapazität deutlich unter dem Durchschnitt von 1350 Passagieren liegt. Auf einem solchen Kreuzfahrtschiff ist die Stimmung etwas gemütlicher, was sich auch auf den Service auswirkt. Das Personal wirkt entspannter und es entsteht ein persönlicher Kontakt. Hier steht eindeutig nicht das Kreuzfahrtschiff im Mittelpunkt. Stattdessen sind es die Ziele, die die Reisenden anziehen.

Die Individualität der kleineren Schiffe zeigt sich auch in der Auswahl der Route. Nicht die klassischen Ziele im Mittelmeer und Atlantik werden angefahren. Eher unbekannte Regionen locken die nach Abwechslung suchenden Gäste an Bord. Im Norden sind das beispielsweise atemberaubende Fjordlandschaften oder stille Hafenorte in Island und Grönland. Wenn man hier mit einem Expeditionsschiff unterwegs ist, auf dem nur knapp 200 Passagiere mitfahren, fühlt man sich wie ein Entdecker.

Natürlich gibt es auch südlichere Länder, die von den kleinen Kreuzfahrtschiffen angesteuert werden. Allerdings sind es dann eben nicht die großen Hafenstädte wie Lissabon und Gibraltar, sondern kleinere und trotzdem touristisch attraktive Orte wie Porto.

Im Vergleich zu den Angeboten für die großen Kreuzfahrtschiffe sind die individuellen Reisen deutlich teurer. Allerdings hat man im Allgemeinen mehr von dem Urlaub, wenn man nicht mit 2000 anderen Passagieren auf einem Schiff unterwegs ist. Vielen Reedereien und auch den Urlaubern selbst geht es bei der erhöhten Exklusivität nicht nur um die persönliche Note bei der Kreuzfahrt, sondern auch um einen verantwortungsbewussten Umgang mit der natürlichen Umgebung. Die kleineren Schiffe verursachen weniger Umweltverschmutzung und lassen nicht so große Horden an Land, wenn sie in einem Hafen anlegen.

Als „mittlere Lösung“ kommen Kreuzfahrtschiffe infrage, die Platz für 600 bis 800 Passagiere bieten. Auch hier steht eher das Ziel im Fokus als das Schiff. Das heißt, dass die Reisenden weniger Abwechslung an Bord haben. Interessanterweise empfinden die Urlauber das jedoch als Zugewinn an Zeit: Sie fühlen sich nicht gedrängt, bei der nächsten Tanzaufführung zuzusehen oder die Bar zu besuchen. Der Entspannungsfaktor ist bei diesen Schiffen deshalb oft deutlich höher.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Andrey Armyagov -#01: fotoman_kharkov -#02:Allen.G -#03:  Leonid Andronov

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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