Fraserway: Erfahrungsberichte mit kanadischen Wohnmobil-Vermietern (Teil II)

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Den kanadischen Wohnmobilvermieter Fraserway gibt es bereits seit 1969 und seither hat sich das Unternehmen zu einem der größten der Branche in Nordamerika entwickelt. Im Jahr 2013 gab es eine Umfrage unter Kunden und hier wurde Fraserway sogar auf den ersten Platz in puncto Kundenzufriedenheit gesetzt. Wir haben kürzlich bereits das Thema Kundenzufriedenheit und Erfahrungsberichte bei Wohnmobilvermietern untersucht. Das nehmen wir zum Anlass, auch hier einmal hinter die Online-Kulissen zu blicken.

Fakten zu Fraserway

Wie bereits erwähnt wurde Fraserway im Jahr 1969 gegründet und konnte sich auf dem Markt etablieren. Auf dem nordamerikanischen Kontinent zählt Fraserway sogar zu den größten Anbietern für Wohnmobile überhaupt.
Die angebotenen Leistungen klingen erst einmal nicht schlecht:

  • kostenlose Transfers zu den Stationen, insgesamt fünf Stationen in Kanada
  • deutschsprachiges Personal an vielen Stationen
  • laut Fraserway hochwertige Fahrzeuge, nur 30 Prozent der Flotte ist älter als ein Jahr
  • behindertengerechte Fahrzeuge
  • auch sonntags geöffnete Stationen in Vancouver und Whitehorse
  • zusätzliche Ausstattungsgegenstände müssen angemietet werden
  • Kindersitz muss angemietet werden
  • Routenberechnung möglich
  • Werkzeug wird zur Verfügung gestellt
  • Zusatzversicherungen müssen gesondert abgeschlossen werden
  • Miet-Vertrag für das Wohnmobil nach kanadischem Recht

Fraserway preist sich selbst als Anbieter mit umfassendem Service an, der keine Wünsche offen lässt. Bei unseren Recherchen stießen wir auf diesen Erfahrungsbericht. Dort fanden wir einen Erfahrungsbericht, der folgende Missstände ankreidet:

  1. Qualität der Fahrzeuge und die des Services stark nachgelassen
  2. Fahrzeuge älter und abgewohnt
  3. Beulen, Schrammen, Flecken am Dach
  4. es stellte sich später heraus, dass das Dach undicht ist
  5. Toaster gratis, aber funktionierte leider nicht richtig
  6. deutliche Gebrauchsspuren
  7. eine Bettdecke war halb zerrissen
  8. Fahrzeug aus den USA mit Meilen-Tacho, obwohl in Kanada (und Reiseführern) Entfernungen nach dem metrischen System (also km) angegeben werden.
  9. Miete für den Kindersitz sollte CAN $ 50,- kosten, wurde jedoch vor Ort mit CAN $ 75,- berechnet.
  10. Der Kindersitz war nicht gerade sauber und sehr einfach und unbequem (einen Tag später bei Wal-Mart neuen und besseren Kindersitz für CAN $ 78,- entdeckt)
  11. Sauberkeit: Wohnmobil innen nur grob gesaugt und ausgekehrt.
  12. Fazit: Fraserway zählt mit zu den teuersten Anbietern, die Qualität nicht.

Was sagt uns nun dieser Erfahrungsbericht über Fraserway?

Dieser Erfahrungsbericht mit Fraserway gibt dem Leser gleichzeitig einen Überblick, welche Überraschungen man bei einer Fahrzeugübernahme beim Vermieter für Wohnmobile in Kanada erleben kann. Es muss einem natürlich bewusst sein, dass man vor Ort in Kanada in der Handlungsfreiheit eingeschränkt ist. Ein einfaches Wechseln des Vermieters bei Unzufriedenheit ist fast ausgeschlossen, da die Möglichkeit zum Transfer zur dortigen Filiale schlichtweg fehlt. Was bleibt, ist die Reklamation mit einer gehörigen Portion Ausdauer und Hoffen und Beten, dass man das Herz des Servicemitarbeiters erweichen kann.

Was dazu kommt, ist natürlich der Ärger, wenn Mängel und Pannen während der Rundreise durch Kanada ersichtlich werden. Letztlich ist man als Urlauber, der möglicherweise zum ersten Mal diese Urlaubsform wählt, auch ungeübt in der Kontrolle des Wohnmobils bei der Übernahme. Tauchen Probleme erst auf dem Highway oder dem Camping Ground auf, ist auch die nächste Service-Station von Fraserway nicht in der Nähe. Entfernungen sind nunmal in Kanada etwas größer, als man das hier in Deutschland gewohnt ist.

Wir wünschen dennoch eine schöne Reise durch Kanada!


Bildnachweis: © morguefile.com – AcrylicArtist

Über Hans-Jürgen Schwarzer

Hans-Jürgen Schwarzer leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh und ist als leidenschaftlicher Blogger einer der Hauptautoren dieser Webseite. Mehr über ihn findet man auf seiner Google+-Seite.

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