Einreise in die USA und nach Indien: Das sollten Sie mitbringen

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Strenge Einreisebestimmungen verhindern die leichte Einreise in die USA und nach Indien. Was es zu beachten gibt, erklären wir im folgenden Ratgeber.

Einreise in die USA: Diese Dokumente werden gebraucht

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist in einem Punkt äußerst begrenzt: In Bezug auf die Einreise. Diese ist gar nicht so einfach und nicht selten werden Urlauber am Flughafen wieder zurückgeschickt, weil sie die Einreisebestimmungen nicht erfüllen.

Doch was braucht es, um die USA zu bereisen?

  • Pass
    Touristen oder Geschäftsreisende aus Deutschland genießen die Vorteile des Visa-Waiver-Programms und brauchen für bis zu 90 Tage Aufenthalt in den USA kein Visum. Der elektronische Reisepass ist ausreichend, wobei dieser die biometrischen Daten zum Passinhaber speichert. Der Pass muss mindestens für die Dauer der Reise gültig sein, das Ablaufdatum darf also erst nach dem Tag der Rückkehr liegen. Nur mit dem Personalausweis kommen Sie ebenso wenig in die USA wie mit einem vorläufigen (grünen) Reisepass oder nur mit dem Kinderreisepass. Die letztgenannten Varianten benötigen als Zusatz das Visum. Dieses muss auch von denjenigen beantragt werden, die länger in den USA bleiben wollen, wobei diese Vorschrift auch für Praktikanten, Au-pairs oder Studenten gilt. Wichtig zu wissen: Ein neuer Pass braucht einige Wochen, daher: Bitte rechtzeitig vor dem geplanten Urlaub beantragen!
  • ESTA
    Das Elektronische Einreiseerlaubnissystem (Electronic System for Travel Authorization) ist zusätzlich zum Pass nötig, wobei die Kosten hier moderat sind. Sie liegen bei 14 Dollar, die Erlaubnis muss per Vordruck beantragt werden. Im Netz finden angehende USA-Reisende Hilfe & FAQ zum ESTA, welches mindestens 72 Stunden vor der geplanten Abreise ausgestellt worden sein muss. Die Reiseerlaubnis besteht dann für zwei Jahre, es sei denn, der Reisepass läuft in der Zwischenzeit ab. Wichtig: Die oftmals teuren Angebote, die bei den Google-Seiten ganz oben erscheinen, sind nicht seriös! Die Anbieter kooperieren nicht mit den US-Behörden, warnt die US-Botschaft, die Erlaubnis gibt es über diese Anbieter nicht schneller oder mit einem verbundenen Mehrwert. Vielmehr geben die Nutzer oftmals persönliche Daten preis, die die unseriösen Anbieter widerrechtlich einsetzen.
    Übrigens: Wird der Antrag auf das ESTA abgelehnt, brauchen Sie ein Visum zur Einreise!
  • Ticket
    Sie müssen für die Einreise in die USA ein gültiges Ticket für ein Schiff oder eine Fluglinie vorweisen können. Außerdem wollen die Amerikaner gern die Kontrolle über die Abreise ihrer Gäste haben, daher müssen Sie ein Rück- oder Weiterflugticket vorweisen können, das Sie nach höchstens 90 Tagen aus den USA befördert. Wichtig: Das Ticket darf nicht in Mexiko, Kanada oder in der Karibik enden, es sei denn, eines dieser Länder ist Ihr Hauptwohnsitz. Reisen Sie auf dem Landweg von Mexiko oder Kanada aus ein, brauchen Sie kein Rückflugticket vorweisen.

Video: Einreise in die USA 🇺🇸 – meine Tipps und Erfahrungen

Kontrolle vor Ort

Mit der Vorab-Kontrolle ist es nicht getan, daher gibt es auch am Schalter in den USA eine erneute Kontrolle für Reisende. Hier müssen Sie sich in die Schlangen einreihen, die sich vor den Schaltern für Einwanderer gebildet haben. Geprüft wird vor allem der Pass, auch Fingerabdrücke werden genommen.

Wer sich jetzt noch nicht wie ein Verbrecher fühlt, kommt sich vielleicht nach den eingehenden Fragen zum Zweck der Reise so vor.

  • Sind Sie nur zu Urlaubszwecken hier?
  • Oder wollen Sie doch in den USA arbeiten?
  • Sind Sie eine Sicherheitsgefahr?

Bitte bedenken Sie: Die Grenzbeamten sitzen am längeren Hebel und können die Einreise verweigern, selbst wenn Ihre Papiere korrekt sind. Daher gilt, auch wenn Sie genervt von so viel Kontrolle sind, dass Sie mit den Grenzbeamten kooperieren und alle Fragen beantworten sollten. Ansonsten steht der Urlaub unter keinem guten Stern!

Wichtige Hinweise zu der Vorgehensweise bei der Einreise in die USA finden sich auch auf den Seiten des Auswärtigen Amtes, wo unter anderem auf die eingeschränkte Einreise für Staatsangehörige des Iraks, Irans, Syriens und Sudans Bezug genommen wird.

Was viele nicht wissen: Smartphones und Notebooks dürfen schon lange beschlagnahmt und einer Kontrolle unterzogen werden. Das war sogar schon unter der Regierung Barack Obama so und ist sogar möglich, wenn kein konkreter Verdacht vorliegt. (#01)

Was viele nicht wissen: Smartphones und Notebooks dürfen schon lange beschlagnahmt und einer Kontrolle unterzogen werden. Das war sogar schon unter der Regierung Barack Obama so und ist sogar möglich, wenn kein konkreter Verdacht vorliegt. (#01)

Noch mehr Kontrolle?

Das ESTA-Formular enthält ein Feld, auf dem Sie Ihre Nutzernamen für Social-Media-Konten eintragen können. Die Angabe für Facebook, Twitter und Co. ist noch freiwillig und gilt unter Datenschützern als mehr als umstritten. Teilweise trugen sich die US-Behörden sogar schon mit der Idee, von den Einreisenden deren Passwörter zu erfragen, damit sie herausfinden konnten, ob sich hier eine Sicherheitsgefahr einschleichen möchte. Doch der Heimatschutzminister der USA konnte diese Überprüfung bislang noch nicht durchsetzen und so müssen Einreisende zumindest noch keine völlige Kontrolle fürchten.

Was viele nicht wissen: Smartphones und Notebooks dürfen schon lange beschlagnahmt und einer Kontrolle unterzogen werden. Das war sogar schon unter der Regierung Barack Obama so und ist sogar möglich, wenn kein konkreter Verdacht vorliegt. Heute ist in der Diskussion, dass Notebooks und Tablets von den Einreisenden gar nicht mehr mit ins Flugzeug genommen werden dürfen.

Eine solche Regelung gibt es bereits für Flüge, die vom Nahen Osten aus in die USA führen, eventuell wird sie auf ganz Europa ausgeweitet. Damit soll verhindert werden, dass diese Geräte für Bomben eingesetzt werden. Bisher ist allerdings noch umstritten, ob sich das durchsetzen lassen wird, allerdings sind die Maßnahmen der USA nicht selten sehr rigoros und so bleibt die Frage, wie zweifelhaft ein derartiges Verbot denn wirklich ist.

Video: Visa-Gate.com Indien Visum

Und die Einreise nach Indien?

Wer noch über den nächsten Fernurlaub nachdenkt und der Meinung ist, dass es viel zu kompliziert ist, in die USA zu reisen, liebäugelt eventuell mit Indien, dem Land, das in der Beliebtheit der Reisenden stetig wächst. Doch viel einfacher ist die Einreise nach Indien leider auch nicht.

Das brauchen Sie unbedingt:

  • Reisepass
    Um nach Indien zu reisen, müssen Sie einen gültigen Reisepass vorlegen können, der Personalausweis allein genügt hier nicht. Der Reisepass muss im Gegensatz zur Einreise in die USA sogar noch mindestens sechs Monate länger gültig sein als bis zum Ende der Reise. Außerdem müssen noch zwei freie Seiten vorhanden sein. Achten Sie bei der Einreise in jedem Fall darauf, dass der Pass richtig abgestempelt wird, denn ansonsten haben Sie spätestens bei der Ausreise enorme Schwierigkeiten.
    Wichtig: Sie brauchen eine Ausreisebestätigung, die durch das Ministry of Home Affairs oder das Foreigners Regional Registration Office bzw. die jeweiligen Zweigstellen ausgestellt wird. Das kann einige Tage in Anspruch nehmen! Dorthin wenden Sie sich übrigens auch, wenn Sie Ihren Pass in Indien verloren haben.
    Für einige Teile des Landes brauchen Sie eine Sondergenehmigung, um dorthin reisen zu können. Diese wiederum wird von der Botschaft oder der Regierung in Indien ausgestellt. Nehmen Sie dafür rechtzeitig Kontakt zu den Behörden auf, denn der Status der „Restricted Areas“ oder der „Protected Areas“ ändert sich oft sehr schnell.
  • Visum für Touristen
    Wenn Sie nach Indien reisen, weil Sie dort Ihren Urlaub verbringen wollen, brauchen Sie ein Visum für Touristen. Dieses wird nur für den einen Zweck ausgestellt, kann nicht umgewandelt oder verlängert werden. Solche Änderungen sind für Studenten-Visa oder Geschäfts-Visa möglich, nicht jedoch für das Touristenvisum. Beantragen Sie dieses bei der indischen Auslandsvertretung, an Flughafen und Grenze ist die Beantragung nicht möglich.
Wenn Sie nach Indien reisen, weil Sie dort Ihren Urlaub verbringen wollen, brauchen Sie ein Visum für Touristen. (#02)

Wenn Sie nach Indien reisen, weil Sie dort Ihren Urlaub verbringen wollen, brauchen Sie ein Visum für Touristen. (#02)

Das Visum ist sechs Monate gültig und gilt ab dem Tag der Ausstellung. Die Einreise ist damit mehrmals möglich; wenn Sie nach einigen Wochen erneut nach Indien reisen wollen, können Sie daher das Visum nutzen.

Bis Sie Ihr Visum in der Hand halten, dauert es meist drei Arbeitstage, wobei die Konsulat-Arbeitstage nicht zwingend mit den uns in Deutschland bekannten Arbeitstagen übereinstimmen müssen. Wichtig: So schnell geht es nur, wenn Sie das Visum persönlich beantragen! Geht der Antrag mit der Post ein, dauert seine Bearbeitung zwischen zwei und drei Wochen. Die Kosten betragen rund 50 Euro.

Bereits seit 2014 können sich deutsche Staatsbürger ein elektronischen Touristenvisum verschaffen, welches mindestens vier Tage vor der Einreise nach Indien beantragt werden muss. Sie können damit einmal nach Indien einreisen und dort höchstens 30 Tage bleiben. Die Einreise ist aber nur an bestimmten Flughäfen möglich und beschränkt sich auf Mumbai, Delhi, Cochin, Kolkata, Chennai und Bangalore. Das elektronische Visum kostet etwa 60 US-Dollar.


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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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