Ausrüstung zum Wandern: Packliste & Tipps

0

Wer gerne unterwegs ist, der braucht auch eine gute Ausrüstung zum Wandern. Gerade längere Wege, die zu Fuß durch die Natur führen, wollten gut geplant sein. Hier kann eine Packliste besonders hilfreich sein.

Die Packliste – das sollte alles bereit liegen

Bevor es zum Wandern geht, ist eine gute Planung das A & O. Nur dann, wenn die Ausstattung auch durchdacht ist, gibt es keine bösen Überraschungen unterwegs. Die Packliste bezieht sich dabei nicht auf die Dinge, die in einem guten Wanderrucksack verstaut werden sollten, sondern auch auf die Ausstattung des Wanderers:

  1. Funktionsjacke mit geringem Gewicht, wasser- und winddicht
  2. Eine Regenhose, wenn Wetterumschwünge erwartet werden
  3. Passende Wanderschuhe oder Wanderstiefel
  4. Ein Funktionsshirt, das den Schweiß absorbiert
  5. Ein Wechselshirt
  6. Eine Trekkinghose, idealerweise mit abnehmbaren Hosenbeinen
  7. Eine Fleecejacke, je nach Temperatur
  8. Eine Mütze oder ein Basecap
  9. Eine Sonnenbrillen
  10. Sonnencreme und bereits vor dem Start eincremen
  11. Eine Regenhülle für den Rucksack
  12. Wanderkarten für den gewünschten Ausflug sowie ein Wanderführer
  13. Ein GPS-Gerät
  14. Eine Multifunktionsuhr
  15. Eine Stirnlampe

 

Bevor es zum Wandern geht, ist eine gute Planung das A & O. Nur dann, wenn die Ausstattung auch durchdacht ist, gibt es keine bösen Überraschungen unterwegs. (#01)

Bevor es zum Wandern geht, ist eine gute Planung das A & O. Nur dann, wenn die Ausstattung auch durchdacht ist, gibt es keine bösen Überraschungen unterwegs. (#01)

 

Erste-Hilfe-Set, bestehend aus:

  1. Pflaster
  2. Wundauflagen
  3. Mullbinden
  4. Tape
  5. Schmerzmittel
  6. Desinfektion
  7. Rettungsdecke
  8. Booklet mit Anleitungen für die Erste Hilfe
  9. Dreiecktuch
  • Ausreichend Flüssigkeit
  • Zwischen- und Hauptmahlzeit
  • Ein Taschenmesser
  • Der Ausweis
  • Die Geldbörse
  • Ein Mobiltelefon

Wichtig ist es, Bekannte oder Freunde und Familie darüber zu informieren, wohin es gehen soll und welche Strecke in Angriff genommen wird.

Ein besonderes Interesse gilt oft der Frage nach der passenden Kleidung. Wer sich auf den Weg zu einer langen Wanderung macht, der möchte weder zu stark schwitzen noch frieren. (#02)

Ein besonderes Interesse gilt oft der Frage nach der passenden Kleidung. Wer sich auf den Weg zu einer langen Wanderung macht, der möchte weder zu stark schwitzen noch frieren. (#02)

Tipps rund um die richtige Kleidung

Ein besonderes Interesse gilt oft der Frage nach der passenden Kleidung. Wer sich auf den Weg zu einer langen Wanderung macht, der möchte weder zu stark schwitzen noch frieren. Daher ist es wichtig, sich richtig anzuziehen. Der Zwiebellook ist auf jeden Fall immer eine gute Wahl. Zu bedenken ist jedoch, dass die Kleidung nicht zu schwer sein sollte. Die Zusammenstellung mit den verschiedenen Lagen kann so aussehen:

  1. Lage: In diesem Bereich geht es um die Funktionsunterwäsche. Je nach Jahreszeit sollte lange oder kurze Unterwäsche gewählt werden. In der Sommerzeit sind ein T-Shirt sowie eine kurze Hose eine gute Wahl. Im Winter kann auch Wollunterwäsche hilfreich sein. Diese sollte jedoch nicht bei körperlich stark anspruchsvollen Wanderungen genutzt werden.
  2. Lage: Die Grundausstattung setzt sich aus einem Hemd oder einer Bluse sowie einer Trekkinghose zusammen. Beides sollte so konzipiert sein, dass es vor Wind und Wetter schützten kann. Atmungsaktive Stoffe und lange Ärmel sowie Beine sind eine gute Wahl. Denn so haben Insekten keine Chance, an die Haut zu gelangen.
  3. Lage: Diese Lage dient als Schutz vor der Kälte. Auch wenn es unten im Tal warm ist, so sollte bei Wanderungen in die Berge bedacht werden, dass es oben kühler werden kann. Plötzliche Änderungen des Wetters sind ebenfalls keine Seltenheit. Sehr gut macht sich beispielsweise Kleidung aus Fleece. Einige Wanderer greifen gerne zu Thermojacken oder auch zu Daunenjacken, wenn es draußen sehr kalt ist.
  4. Lage: Nun kommt noch der Regenschutz, der besonders wichtig ist, damit man nicht bis auf die Haut durchnässt wird. Sowohl eine Jacke als auch eine Hose sollten mit dabei sein und über die aktuelle Kleidung passen. Wichtig ist, dass sie atmungsaktiv aber auch wasserdicht sind und somit vor dem Regen und der Kälte schützen.

Video:Wanderwissen: Ausrüstung fürs Trekking (Checklisten)

Hilfreiche Tipps für die Vorbereitung der Wanderung

Die Liste selbst sieht erst einmal recht lang aus. Tatsächlich liegt die Kunst beim Wandern darin, nur das mitzunehmen, was auch wirklich gebraucht wird und dabei nicht auf die Sicherheit zu verzichten. Der Rucksack selbst sollte ein Gewicht von 9 kg inklusive seinem Eigengewicht nicht überschreiten. Diese Richtlinie gilt auch für mehrtägige Touren. Auch wenn ein schwerer Rucksack zu Beginn noch keine große Last zu sein scheint, so ändert sich dies meist schnell.

Wer nur eine kürzere Tour plant und genau weiß, dass er die Tourlänge auch nicht überschreiten wird, der sollte möglichst vor der Tour seinen Körper mit viel Flüssigkeit versorgen. Für die Wanderung selbst reicht es dann aus, bis zu 1,5 l Wasser mitzuführen. In einem guten Wanderführer gibt es immer wieder Hinweise darüber, wo es Quellen gibt, die zum Auffüllen der Vorräte genutzt werden können.

Auch beim Essen ist bei kurzen Touren weniger immer mehr. Es braucht kein großes Brotpaket und schon gar keine Süßwaren. Es reicht aus, einen Apfel sowie ein wenig Studentenfutter mit dabei zu haben. Die Nüsse geben Kraft und Energie und wirken sättigend. Wer einen zu vollen Magen hat, der kann sich nicht mehr auf die Wanderung konzentrieren und kommt schwerer voran.

Der Blick auf den Wetterbericht sollte auf jeden Fall nicht fehlen. Bereits beim Packen des Rucksacks ein paar Tage vorher kann es sich lohnen, mal auf das Wetter zu schauen. Am Tag der Wanderung selbst ist jedoch eine weitere Kontrolle zu machen, denn das Wetter kann sich auch durchaus ändern, selbst wenn etwas anderes vorhergesagt wurde.

Video: Wander Ausrüstung | Ultraleichte Packliste für eine mehrtägige Hüttenwanderung

Die Auswahl der richtigen Schuhe für Wanderungen

Die Schuhe sind ein wichtiger Teil der Ausrüstung und können den Erfolg und den Spaß einer Wanderung nachhaltig beeinflussen. Daher ist es wichtig zu wissen, was für Schuhe am besten getragen werden. Wer nur eine einfache Wanderung oder einen etwas längeren Spaziergang in Angriff nehmen möchte, der kann seine Straßenschuhe nutzen, wenn diese gut eingelaufen sind. Zu verzichten ist aber lieber auf Sportschuhe. Diese sind wasserdurchlässig und geben auf einem unebenen Gelände nicht ausreichend Halt. Der Schuh sollte biegsam sein, nicht zu viel wiegen und über eine feste Sohle verfügen.

Wenn die Wanderungen ins Mittelgebirge führen sollen, dann ist der Hikingschuh eine gute Wahl. Hierbei handelt es sich um einen Schuh mit einem etwas höheren Schaft, der die Knöchel stützt und schützt und einen guten Halt bietet. Bei Trekkingtouren im Mittelgebirge oder bei leichten Touren im Gebirge sind Trekkingstiefel eine sehr gute Wahl. Der Schaft ist hier noch ein wenig höher und die Schuhe verfügen über Haken bei der Schnürung, die sich als besonders praktisch erweisen. So sitzt der Schuh fest.

Wenn es auf Tour in das Hochgebirge geht und man auf unbefestigten Wegen sowie auf Pfaden oder auf Gletscherfeldern unterwegs ist, braucht es Schuhe, die gletschertauglich sind und auch Steigeisen sind eine gute Wahl. Die Sohle ist stabil und starr, damit der Halt stimmt.

 

Zusätzlich zum Handy kann sich ein GPS-Gerät als hilfreich erweisen. Es unterstützt bei der Orientierung. (#03)

Zusätzlich zum Handy kann sich ein GPS-Gerät als hilfreich erweisen. Es unterstützt bei der Orientierung. (#03)

Handy und GPS als Hilfe

Schließlich gibt es noch den Hinweis dazu, dass eine Wandertour nicht ohne Handy stattfinden sollte. Die Gefahr, dass man verunglückt und Hilfe braucht, ist einfach zu groß. Selbst dann, wenn die Wanderung zu zweit oder in einer kleinen Gruppe stattfindet, kann es notwendig werden, dass jemand Hilfe holen muss. Mit einem Handy ist das schnell erledigt und es geht keine wertvolle Zeit verloren. Inzwischen ist es auch so, dass die Netzabdeckung recht gut ist.

Zusätzlich zum Handy kann sich ein GPS-Gerät als hilfreich erweisen. Es unterstützt bei der Orientierung. Besonders in Gebieten, in denen man sich nicht auskennt, hat es eine unterstützende Funktion. Viele Geräte verfügen über die Rückführfunktion. Diese macht es möglich, wieder zu seinem Ausgangsort zu kommen. Viele der heutigen Handys verfügen sogar über eine integrierte GPS-Funktion, sodass es nicht mehr notwendig ist, zwei Geräte mit sich zuführen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Es sollte bei keiner Wanderung auf die Geräte verzichtet werden.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Thomas Söllner -#01: mrallen -#02:Ljupco Smokovski -#03: chombosan

Share.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Leave A Reply