Vorentscheidung zur Wahl der 61. Deutschen Weinkönigin ist gefallen
Um 19.20 Uhr wurde es im Kongresszentrum "Harmonie" in Heilbronn spannend: Mit sechs silbernen Umschlägen in der Hand betrat die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, die Bühne im großen Saal. In den Umschlägen steckte die Antwort auf die Frage: Wer von den zwölf jungen Frauen auf der Bühne hatte den Einzug ins Finale am kommenden Freitag, den 9. Oktober geschafft? Freuen durften sich am Ende die Weinanbaugebiete Saale-Unstrut, Württemberg, Nahe, Sachsen, Baden und die Mosel: Ihre Kandidatinnen ringen am Freitag um die höchste Krone der Deutschen Weinwirtschaft.
Zwölf junge Frauen waren in diesem Jahr im Wettbewerb um die höchste Auszeichnung der deutschen Weinwirtschaft angetreten. Nicht dabei ist die Weinkönigin vom Mittelrhein, sie bleibt ein weiteres Jahre in ihrem Weinanbaugebiet im Amt. So wetteiferten denn im Kongresszentrum "Harmonie" in Heilbronn zwölf Kandidatinnen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren um die besten Antworten auf die Fragen aus Weinwissen, Marketing und in Sachen Weingenuss. Drei Fragen musste jeder jungen Frauen beantworten, dazu ihre Kenntnisse in Englisch beweisen und natürlich, vor rund 800 Zuschauern im Saal die Nerven zu behalten.
Die Kandidatinnen meisterten diese Aufgaben glänzend. Da galt es etwa, den Unterschied zwischen einem Sekt und einem Secco zu erklären, die Vorzüge einer Steillage zu erläutern oder die Frage zu erörtern, wie sinnvoll ein Rieslingausbau im Barriquefass ist. Bei manch einer Fachfrage wie etwa der kellertechnischen Verfahrensform "Kaltmazeration" mussten sogar die Fachleute im Saal schlucken - auch diese Hürde wurde bravourös genommen.
Besonderes Fingerspitzengefühl galt es bei der Weinauswahl zu einem Menügang zu beweisen: Zu Salatbouquet mit Jakobsmuscheln, Lammfilet mit Rotweinfeigen oder einem Gewürz-Apfel-Ragout mit Parfait galt es die richtigen Weine zu finden. Bei Weißburgunder, Spätburgunder oder einer edelsüßen Riesling Auslese lief nicht nur Moderator Holger Wienpahl das Wasser im Munde zusammen.
Der SWR-Mann führte erneut gekonnt durch die Vorentscheidung, die am Sonntag um 14.00 Uhr im Südwestfernsehen ausgestrahlt wird. In der kommenden Woche präsentiert der Südwestrundfunk dann in der Sendung "Kaffee oder Tee" die sechs Finalistinnen, samt Porträts und Interviews. Dann können sich die Zuschauer auch vom Auftreten und den Sprachkenntnissen der Kandidatinnen ein Bild machen: Auf Englisch mussten die Vorzüge eines der dreizehn deutschen Weinanbaugebiete angepriesen werden. Besonders den Finalistinnen gelang das mit Charme und Überzeugungskraft.
"Keine Kunstfigur sein", das hatte auch die scheidende Deutsche Weinkönigin Marlies Dumbsky ihren potentiellen Nachfolgerinnen geraten. Ein Jahr lang hat die Fränkin nun deutsche Weine im In- und Ausland vertreten, rund 250 Termine kamen zusammen. Dazu wird auch die Arbeit der Weinkönigin immer moderner: Marlies Dumbsky hatte als erste Weinmajestät von ihren Auftritten im Internet-Dienst Twitter berichtet. In New York gab sie gar in einem Videoblog Auskunft über ihre Arbeit und die Vielfalt deutscher Weine - zu sehen ist das hier in der DWI-Videothek.
DWI-Geschäftsführerin Reule konnte denn auch die Frage, ob die Wahl der Deutschen Weinkönigin noch zeitgemäß sei, getrost bejahen: "Die Deutsche Weinkönigin ist heute eine junge, moderne Weinfrau, die durch ihre Fachkompetenz und Überzeugungskraft besticht", sagte Reule. Seit 1949 richtet das DWI die Wahl der Deutschen Weinkönigin nun schon aus, geändert hat sich seitdem viel: Die Weinkönigin heute vermittele genau das, was deutsche Weine ausmachten, sagte Reule: Frische, Dynamik, Qualität, Vielfalt und Einzigartigkeit. Die Deutsche Weinkönigin, so lautete Reules Bilanz, sei deshalb "eines der genialsten Marketinginstrumente, die die Weinwirtschaft erfinden konnte."
Die Zuschauer können sich davon am 9. Oktober selbst überzeugen: Dann wird die große Wahl-Gala aus Heilbronn ab 20.15 Uhr live im Südwestfernsehen übertragen. Vor über eintausend Zuschauern im Kongresszentrum Heilbronn wird es dann sicher wieder ganz spannend, wenn es gegen 22.00 Uhr heißt: And the winner is....
Quelle: Pressemeldung Deutsches Weininstitut GmbH
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