Statt versteckter Lärmquellen: Kurzurlaub in Ruhehotels

21.04.2010 | Köln
Küsse, so laut wie ein Düsenjet

Ein Kuss auf das Ohr kann lauter sein als ein startendes Flugzeug. Intensive Schnarcher machen mehr Krach als Staubsauger. Und Großraumbüros ähneln vom Lärmpegel her oft viel befahrenen Straßen. Dennoch werden diese und andere Alltagsgeräusche häufig nicht als gesundheitsschädigender Lärm wahrgenommen. Sie beeinträchtigen jedoch sehr wohl Gehör und Gesundheit, sagen die Gesundheitsexperten der Central Krankenversicherung. Wer überprüfen möchte, ob er einwandfrei hören kann, findet unter www.central.de/hoertest einen Online-Hörtest.

Jeder Mensch empfindet Lärm anders: Der eine fühlt sich von ihm gestört, der andere wiederum nicht. Ungesund ist Lärm aber in jedem Fall. Er kann zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und psychischen Erkrankungen, wie etwa Depressionen, führen. Bereits moderate Lautstärken schädigen die Gesundheit, wenn das Gehör ihnen zu lange ausgesetzt ist. Sehr hohe Schallpegel können innerhalb weniger Sekunden zu kurzfristigem oder anhaltendem Ohrgeräusch (Tinnitus) führen. Die Gesundheitsexperten der Central Krankenversicherung raten, testweise unterwegs ein Schallpegel-Messgerät zu verwenden. Die handlichen Geräte zeigen auf Knopfdruck an, wie laut Umgebungsgeräusche sind und machen dadurch zu hohe Lautstärken bewusst. Die Messungen können überraschende Krachmacher entlarven. Denn viele Lärmquellen sind im Alltag versteckt und werden oft nicht als störend wahrgenommen.

Kuss = Düsenflugzeug: 130 Dezibel

Unbedachte Liebkosungen haben ihre Tücken, denn ein vermeintlich harmloser Kuss auf das Ohr kann einen Schallpegel von bis zu 130 Dezibel erreichen. Das ist etwa so laut wie ein Düsenflugzeug oder die Tröte eines Fußballfans. Lärmbelastungen mit derart hohen Schallpegeln können selbst bei kurzer Einwirkdauer zu Hörstürzen führen. Die Folgen sind dann möglicherweise Schwerhörigkeit oder Tinnitus, ein permanentes Ohrgeräusch. Die normale Gesprächslautstärke ist weniger als halb so laut wie ein Kuss auf das Ohr, sie misst rund 50 Dezibel.

Schnarchen = Stark befahrene Autobahn: 95 Dezibel

Selbst im Schlafzimmer ist es nicht immer leise: Menschen, die beispielsweise jede Nacht neben einem starken Schnarcher schlafen, sind einer Lautstärke von bis zu 90 Dezibel ausgesetzt. Im schlimmsten Fall kann das eine Hörschwäche verursachen. Im Vergleich: Laute Staubsauger erreichen um die 80 Dezibel, der Lärm einer stark befahrenen Autobahn beträgt 95 Dezibel.

Großraumbüros = Fluglärm: 70 Dezibel

Lärm, dem viele Menschen täglich ausgesetzt sind, herrscht in Großraumbüros. Die Dauerbeschallung in großen Büros erreicht oftmals 70 Dezibel - sie ist so laut, wie starker Straßen- oder entfernter Fluglärm.

Dem Gehör mal eine Pause gönnen

Menschen nehmen viele dieser Geräusche nicht bewusst als schädigend wahr. Der Grund ist einfach: Sie haben sich an den zunehmenden Umgebungslärm gewöhnt. Um dem Gehör die Möglichkeit zu bieten, sich vom Lärm im beruflichen oder privaten Umfeld zu erholen, raten die Central Gesundheitsexperten, so häufig wie möglich Ruhepausen für die Ohren zu schaffen:

  • Legen Sie pro Woche einen Abend ohne Nebengeräusche fest. Fernseher, Radio oder Geschirrspülmaschine sind dann tabu.
  • Verlegen Sie Spaziergänge in der Stadt auf die Abendstunden, dann ist die Lärmbelastung deutlich geringer.
  • Verbringen Sie Ihren nächsten Kurzurlaub doch mal in Ruhehotels. Hotelkooperationen wie "Relais du Silence" vereinigen eine Auswahl besonders ruhig gelegener Hotels. Dort bleiben alltäglich laut beschallte Ohren vor zu hohen Lautstärken verschont.



Quelle: Pressemeldung Central Krankenversicherung AG

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