Prof. Wolfram Schottler entwickelt Kulturtourismus für Pfalz und Elsass
Während die Deutsche Weinstraße bei den Pfälzer Bergen, die Elsässische Route du Vin südlich von Strasbourg und der Schwarzwald auf der rechten Rheinseite zu den regional stark frequentierten Angeboten zählen, ist die Region im Nordelsass und der Vorderpfalz touristisch eher weniger profiliert.
Wenn es nach Prof. Dr. Wolfram Schottler und seinem Mitarbeiter Sven Wolf von der UnternehmenRegion Kommunalberatung geht, soll sich dies ändern: ein kulturhistorisch einzigartiges Denkmal aus der Antike bildet dazu die Grundlage. Die Region wird durchzogen vom größten antiken Bodendenkmal nördlich der Alpen, einer Römerstraße von Italien bis zur Nordsee. In der Pfalz und im Nordelsass sind große Teile der Straße bis heut im Gelände gut sichtbar.
Beeindruckendes Konzept der Kommunalberatung von Wolfram Schottler
Mit seinem Team hat Prof. Wolfram Schottler die Römerstraße in ihrer Geschichte seit dem 1.Jahrhundert bis heute archäologisch untersucht und die Ergebnisse mit über 30 Empfehlungen zu ihrer touristischen Entwicklung bewertet und weiterentwickelt. In der jetzigen zweiten Workshop-Reihe mit wichtigen Akteuren und Kennern der regionalen Geschichte und Bürgermeistern und weiteren Vertretern zahlreicher Gemeinden wurde nun über die Ergebnisse der Studie und die praktischen Umsetzungsziele informiert.
Landrat Dr. Fritz Brechtel lobte in seiner Begrüßung die fundierte Arbeit des Teams um Wolfram Schottler und kündigte den Willen zu einer zügigen Umsetzung an. Zahlreiche Gemeinden hätten sich schon positiv zur Übernahme von Kofinanzierungen geäußert.
An einer Kartendarstellung erklärt Herr Prof. Dr. Schottler zunächst den Verlauf der Straße und ihre historische Bedeutung durch die Jahrhunderte. Diplom-Geograph Sven Wolf, UnternehmenRegion gab daraufhin in Form einer SWOT-Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) einen Überblick über die Ergebnisse der Bestandsanalyse.
Wolfram Schottler betont die Praxisnähe des Handlungskonzepts
Die Aufarbeitung der archäologischen Befunde und ihre touristische Entwicklung soll in drei Aktionsbereichen erfolgen:
- Infrastruktur mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung, Entwicklung und Rekonstruktion von sichtbaren Objekten zum "Erlebnis Römer am Oberrhein"
- Vermarktung mit grenzüberschreitender touristischer Angebotsgestaltung und kooperativer Präsentation des Angebots unter dem Dach der Via Rhenana
- Vernetzung zur Schaffung gemeinsamer Strukturen für eine geregelte und kompetente Zusammenarbeit und Projekt-Weiterentwicklung.
Dahinter stehen über 30 detailliert ausgearbeitete Maßnahmenempfehlungen von der kurzfristig und kostenarm möglichen Wanderwegausweisung bis zu visionären und aufwändigen Rekonstruktionsprojekten zugeordnet. Genauere Beschreibungen zu den Maßnahmen sind deutsch und französisch abrufbar unter www.via-rhenana.eu oder per Email über Prof. Dr. Wolfram Schottler (schottler@unternehmen-region.eu).
Prof. Schottler sieht gute Chancen für die Erlebbarmachung der Römer am Rhein
In der anschließenden Diskussion begrüßten die Teilnehmer die Ausarbeitung mit ihren vielfältigen Entwicklungsvorschlägen. Viel Zustimmung wurde auch für die umfassende kulturtouristische Erlebbarmachung des römischen Lebens und der Zivilisation entlang der Straße geäußert wobei auch der Hoffnung auf eine baldige praktische Umsetzung Nachdruck gegeben wurde.
Wolfram Schottler zeigte sich zufrieden: " es ist beeindruckend, welche regionale Dynamik durch das Projekt entstanden ist. Wichtig ist jetzt, dass diese Begeisterung für die Umsetzung durch Landkreis, Département und Gemeinden praktisch genutzt und positiv weiterentwickelt werden kann." Entscheidend sei in diesem Projekt jedoch die wissenschaftliche Seriosität und Authentizität aller Maßnahmen. Auch wenn der interessierte Gast derzeit noch sehr genau hinschauen muss, um die Via Rhenana zu finden, hat die Vermarktung schon begonnen: im Rahmen des Projektes hat Schottlers Team von UnternehmenRegion einen Flyer in deutsch und französisch herausgebracht und die Internetseite www.via-rhenana.eu.
Quelle: Pressemeldung UnternehmenRegion Kommunalberatung
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