Prestigeobjekte verbauen die Zukunft
"Trotz der Milliardeninvestitionen in schnelle Fernverkehrstrassen stagniert der Verkehrsanteil im Fernverkehr", kritisiert vzbv-Fachbereichsleiter Holger Krawinkel. Zudem klaffe eine wachsende Lücke zwischen den Ausbauplanungen des Bundesverkehrswegeplans und den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln. Während die Prestigeobjekte wie Stuttgart 21 ohne entscheidenden Zusatznutzen Milliarden verschlingen würden, fehlten die Mittel unter anderem für wichtige Regionalverkehrsprojekte, wie etwa den Rhein-Ruhr-Express.
Aus Sicht des vzbv ist nach 1994 eine weitere Bahnreform mit folgenden Eckpunkten notwendig:
1. Mehr Wettbewerb im Regionalverkehr
Die Ausbauplanungen und die Mittelverteilung müssen sich am Nachfragepotential ausrichten. Die Erfolge im Nahverkehr müssen durch eine generelle Verpflichtung zur Ausschreibungen von Verkehrsverträgen, deren Großteil in den nächsten Jahren ausläuft, fortgeschrieben werden. Über die Verwendung der Regionalisierungsmittel selbst müssen die Länder transparent auf Grundlage eines einheitlichen Kriterienkatalogs Auskunft geben.
2. Effektivere Regulierung
Die Stellung der Regulierungsbehörde muss gestärkt werden. In der Folge sind die Stationsgebühren, die Trassenentgelte sowie die Entgelte für das Bahnstromnetz eindeutig zu regeln. Maßstab ist die erprobte Regulierungspraxis bei Telekommunikation sowie Strom und Gas. Eine Abtrennung der Netzsparte, wie sie von der Monopolkommission zu Recht gefordert wird, darf kein Tabu darstellen.
3. Neuordnung des Fernverkehrs
Eine kostengerechte Zuordnung der Trassen-Entgelte wird den Fernverkehr stärker belasten und damit dessen Eigenwirtschaftlichkeit bei zahlreichen Verbindungen in Frage stellen. Dagegen werden die Trassen-Entgelte für den Regionalverkehr sinken. Mit den frei werdenden Regionalisierungsmitteln können zum Beispiel ehemalige Inter-Regio-Verbindungen in die öffentliche Finanzierung einbezogen werden. Für mehr Wettbewerb im Fernverkehr muss die Bundesregierung die EU-rechtlichen Vorgaben konsequent umsetzen. Gleichzeitig hat die EU dafür zu sorgen, dass alle nationalen Eisenbahnmärkte geöffnet werden.
4. Langfristige Planung und Finanzierung
Der zunehmende Wettbewerb im Güter- und Personenfernverkehr, die von der EU vorgegebenen Trassenkorridore mit Vorrang für den Güterverkehr sowie der weiter wachsende Regionalverkehr führen vermehrt zu Trassenkonflikten in jetzt schon überlasteten Knotenpunkten und auf bestimmten Strecken. Hieraus müssen die Prioritäten für die künftige Verwendung der staatlichen Infrastrukturmittel abgeleitet und der Mittelbedarf ermittelt werden. Wichtig für die Planung der künftigen Angebote und der darauf aufbauenden Ausschreibung sind zudem linienbezogene, unabhängig erhobene Verkehrsdaten aus Fahrgastzählungen.
5. Unabhängige Qualitätsprüfung
Bei der Planung der Angebote sind weit intensiver als bisher die Kunden zu beteiligen. Wegen der Langfristigkeit der Aufgabe ist eine institutionelle Verankerung erforderlich. Der Qualitätssicherung dienen regelmäßig durchgeführte Analysen der Kundenzufriedenheit durch unabhängige Verbraucherinstitutionen, wie sie in Großbritannien schon seit Jahren geübte Praxis sind.
Quelle: Pressemeldung Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
Weitere News
Beim Online-Spezialisten e-domizil können Urlauber mit ihrem Ferienhaus auf Reise gehen
01.03.2012 | Floating Homes gehören zu den neuen Trends in der Architektur. Städteplaner können sich für die Zukunft auch...
weiter in Beim Online-Spezialisten e-domizil ...WirtschaftsWoche mit Fokus auf den Wirtschaftsstandort Allgäu
28.10.2011 | 24-seitiges Magazin zeigt das Allgäu aus einem ungewohnten Blickwinkel
weiter in WirtschaftsWoche mit Fokus auf den ...Ausstellung "W. Eugene Smith - Fotografien. Eine Retrospektive" nominiert für Lucie Award 2011
24.10.2011 | Die Ausstellung "W. Eugene Smith: More Real than Reality", kuratiert von Enrica Viganò (Mailand) ist für den...
weiter in Ausstellung "W. Eugene Smith - ...Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI im Oktober 2011
01.10.2011 | Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, noch bis zum 12. November feiern wir mit...
weiter in Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI ...Gäste genießen den goldenden Herbst in vollen Zügen
29.09.2011 | Nach einem durchwachsenen Sommer mit vielen "Schietwetter"-Tagen zeigt sich der Herbst nun von einer wahrlich...
weiter in Gäste genießen den goldenden Herbst ...Aktuelles
Beim Online- Spezialisten e- domizil können Urlauber mit ihrem Ferienhaus auf Reise gehen
Floating Homes gehören zu den neuen Trends in der...
weiter ...WirtschaftsWoche mit Fokus auf den Wirtschaftsstandort Allgäu
24-seitiges Magazin zeigt das Allgäu aus einem ungewohnten...
weiter ...Neuigkeiten
Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen
Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche...
weiter ...Weitere Themen
Deutschlandreise als Flitterwochen
Beim Planen der Hochzeit, streift man natürlich schon ein...
weiter ...Archiv
Regensburg in der Hosentasche - iPhone- App mit SixCMS
Nach Regensburg kommt man auf verschiedene Arten: entweder...
weiter ...Verschiedenes
Touren und Ausflüge in Hamburg
Hamburg, die spröde Schöne im Norden, begrüßt seine Besucher...
weiter ...Allgäu Initiativ Konferenz beschließt Resolution aufgrund Bundeswehr- Standortschließungen
Gremium möchte mit Forderungen betroffene Kommunen...
weiter ...
