"Landesmuseum Mainz erstrahlt in neuem Glanz"

19.03.2010 | Mainz
Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse: "Kulturelles Aushängeschild unserer Stadt"

Mit der feierlichen Wiedereröffnung des Landesmuseums Mainz am Sonntag, 21. März 2010 um 11.00 Uhr in Gegenwart von Ministerpräsident Kurt Beck sieht die neue Bau- und Kulturdezernentin einen "kulturellen Meilenstein" nicht nur für Mainz, sondern für das ganze Land Rheinland-Pfalz gesetzt: "Unser Landesmuseum präsentiert sich der Öffentlichkeit in neuem Glanz, komplett saniert und eingerichtet nach den neuesten internationalen Museumsstandards."

Alle Abteilungen seien wieder zugänglich und überzeugten mit attraktiven Themenbereichen und ganzheitlichen Darstellungen der einzelnen Epochen. Grosse nachdrücklich: "Das Landesmuseum, eines der ältesten Museen in Deutschland, ist - zusammen mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und dem Gutenberg-Museum - ein großartiges kulturelles Aushängeschild unserer Stadt." Es vermittle außergewöhnliche Einblicke in die Ursprünge unserer Kultur und in die ebenso geschichtsträchtige wie weltoffene Stadt und Region Mainz, so Grosse.

Vor rund sieben Jahre hatte die schrittweise Sanierung des Landesmuseums begonnen, die mit insgesamt 44 Mio. Euro veranschlagt wird. Mit der Wiedereröffnung nach Fertigstellung des zweiten Bauschnittes präsentiert sich das Museum an der Großen Bleiche baulich runderneuert. Das Landesmuseum unter der Leitung der in Kürze scheidenden Leiterin Dr. Isabella Fehle entstand Mitte des 18. Jahrhunderts. Die ehemalige "Golden Ross-Kaserne", die im Krieg zu drei Vierteln zerstört wurde, präsentiert sich nun mit barrierefreiem Zugang, wird jedoch bis 2013 noch weitere bauliche Modernisierungen im Außenbereich erfahren.

Auch bei der Präsentation geht das Landesmuseum mit der nun verfügbaren Bereitstellung von aktuellen Medienangeboten zur Vermittlung musealer Inhalte neue Wege. Mit der baulichen Sanierung geht mithin auch eine programmatische Neuausrichtung einher: "Die Besucherinnen und Besucher stehen jetzt bei allem, was das Haus zeigt und bietet, im Mittelpunkt", unterstreicht Grosse.

Touchscreen-Terminals, Zeitbilder, Audioguides mit Führungen in verschiedenen Sprachen sowie die Anordnung der Objekte nach den neuesten didaktischen Erkenntnissen rundeten das Konzept ab. "Besonders hervorheben möchte ich die Barrierefreiheit des Hauses, die deutschlandweit als Vorbild wahrgenommen wird, und nicht zu vergessen die speziellen Angebote für sinneseingeschränkte Menschen."

Richtung weisend, so Grosse, sei 1976 beim Übergang des damaligen "Altertumsmuseums" sowie der Gemäldegalerie in Landesbesitz auch die getroffene Vereinbarung gewesen, spezifisches Mainzer Kulturgut weiterhin besonders zu pflegen. Die Mainzer Objekte und Exponate belegten dies eindrucksvoll. Das Landesmuseum sei zugleich fest in die Forschungslandschaft und in die ausgezeichnete wissenschaftliche Mainzer Infrastruktur eingebettet. Das belege auch die Mitgliedschaft in der Mainzer Wissenschaftsallianz, die im Finale mit Bielefeld und Chemnitz am 25. März in Berlin um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" ringe.

Dezernentin Marianne Grosse dankt gerade auch der Museumsdirektorin Dr. Isabella Fehle und deren Team, das mit großem Engagement intensiv am Umbau des Landesmuseums in ein modernes, besucherfreundliches Museum im vertrauten barocken Ambiente mitgewirkt habe.

Grosse abschließend: "Ich begrüße ausdrücklich den kulturellen Impuls, der mit der Sanierung dieses wichtigem Hauses einher geht. Die Museumslandschaft der Landeshauptstadt erfährt, auch im Hinblick auf das kommende Archäologische Zentrum, einzigartige Synergien, und ich bin froh, dass wir diese Kräfte zugunsten unserer kulturellen Vielfalt bündeln können."

Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz

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