Geschenke der Amerikaner

22.04.2009 | Berlin
Gemeinsame Pressemitteilung der TU Berlin und der Studentendorf Berlin-Schlachtensee eG

Das Architekturerbe der alliierten Präsenz in West-Berlin

Die Technische Universität Berlin und die Studentendorf Berlin-Schlachtensee eG zeigen im Amerika-Haus die Fotoausstellung "Geschenke der Amerikaner - Das Architekturerbe der alliierten Präsenz in West-Berlin". Anlass sind neben dem 60. Jahrestag der Berliner Luftbrücke und der Beendigung der Blockade, auch die Jubiläen "60 Jahre FU Berlin" und "50 Jahre Studentendorf Schlachtensee". Initiiert wurde die Ausstellung von der Architekturfotografin Mila Hacke, die auch das Projekt leitet.

Die Fotoausstellung zeigt die zahlreichen von den US-Amerikanern gestifteten Kulturbauten in Berlin. Sie hatten damit ihre Verbundenheit mit Berlin "als Schaufenster des Westens" manifestiert sowie wichtige Funktionen ihrer Verwaltung in ihrem Sektor untergebracht. Die vielen von der amerikanischen Besatzungsmacht, US-Stiftungen, aber auch von Privatpersonen finanzierten Gebäude hatten für die Berliner und die noch junge Demokratie im Kalten Krieg eine hohe Symbolkraft. Diese Bauten der 1950er-Jahre sind durch denkmalgerechte Sanierungen in den letzten Jahren wieder stärker in den öffentlichen Fokus gerückt und werden zunehmend als bedeutende Architekturen und Teil der eigenen Geschichte wahrgenommen.

Wir laden Sie herzlich ein zur

Ausstellung im Amerika Haus vom 9. Mai - 30. Juni 2009

Hardenbergstraße 21-24, 10623 Berlin

sowie zum Presserundgang: 8. Mai 2009, 11 Uhr

Ausstellungseröffnung 18 Uhr

In den Architekturfotografien von Mila Hacke werden Gebäude der Freien Universität, die Amerika-Gedenkbibliothek, die heute vom Haus der Kulturen der Welt genutzte Kongresshalle sowie die von den Amerikanern in Berlin selbst genutzten Einrichtungen wie das RIAS-Rundfunkgebäude oder die Siedlung "American Community" am Hüttenweg mit dem Outpost-Theater und der US-Army-Chapel gezeigt. Für das Projekt recherchiert sie seit 2005 vor Ort und in Archiven. Mit einer Großformatkamera setzte die Architektin die bekannten und weniger bekannten Bauten in Szene, so dass die Strahlkraft aus ihrer Entstehungszeit wieder spürbar wird.

Daneben werden die Schenkungen durch Archivfotos, Luftaufnahmen und Planmaterial zeithistorisch kommentiert. Eine Hörstation mit RIAS-Originaltönen - aus dem Archiv des Deutschlandradios und Filmmaterial des West-Berliner Stadtbildchronisten des Landesarchivs Berlin zusammengestellt - geben dem Besucher zudem einen lebhaften Einblick in das damalige Zeitgeschehen. Für die West-Berliner war damals die alliierte Präsenz wesentlicher Bestandteil des Alltags. Der kulturelle Austausch mit den Westmächten bleibt bis heute durch Volksfeste, Paraden, Kinos, Discos, Radiosender und Kulturangebote und nicht zuletzt für Hunderttausend Berliner als Zivilbeschäftigte der Alliierten in lebhafter Erinnerung - nicht vergessen aber auch die spätere kritische Auseinandersetzung mit der Schutzmacht während der Studentenbewegung, die Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg und später gegen den Ausbau der militärischen Stützpunkte in Deutschland.

Die Ausstellung, die den Auftakt eines Forschungsprojektes bildet, stellt die nachkriegsmodernen Architekturikonen der deutsch-amerikanischen Freundschaft vor und soll dazu anregen, die Hinterlassenschaft der amerikanischen Besatzungsmacht von 1945-94 als wichtiges Architekturerbe zu begreifen. Eine mehrwöchige, öffentliche Vorlesungsreihe der TU Berlin im Amerika Haus begleitet die Ausstellung und wird sich insbesondere der Frage widmen, wie die amerikanische Präsenz das Stadtbild West-Berlins prägte. Neben anderen Sponsoren wird die Veranstaltung von der Gesellschaft von Freunden e. V. der TU Berlin unterstützt.

Die Vortragsreihe findet im Amerika-Haus statt sowie im Architekturgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, Raum A 053.

Quelle: Pressemeldung Technische Universität Berlin

Dieser Beitrag wurde bisher 67 mal gelesen.
(Rang 1044 auf deutschland-traveling.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Deutschlandreise als Flitterwochen

13.03.2012 | Beim Planen der Hochzeit, streift man natürlich schon ein wenig die Fragen "Was passiert nach der Hochzeit?"...

weiter in Deutschlandreise als Flitterwochen ...

Jazzfest Berlin

10.01.2012 | Seit über vierzig Jahren wird Berlin Anfang November zur Hauptstadt des Jazz. Das Jazzfest Berlin präsentiert...

weiter in Jazzfest Berlin ...

Neueröffnung des Sammlungsbereichs "Kunst der Moderne"

16.11.2011 | Abschluss der Sanierungsarbeiten Im Städel-Gartenflügel. Die Neueröffnung des Gartenflügels mit der...

weiter in Neueröffnung des Sammlungsbereichs ...

Die schönsten Zugfahrten

12.10.2011 | Das Leben in vollen Zügen genießen, lautet die Devise. Ob durch rot schimmernde Wüsten, über schneebedeckte...

weiter in Die schönsten Zugfahrten ...

DWI zeichnet "Beste Burgunder" aus

07.10.2011 | Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat in diesem Jahr erstmals drei Sonderpreise für den besten Weiß-, Grau- und...

weiter in DWI zeichnet "Beste Burgunder" aus ...



Aktuelles

WirtschaftsWoche mit Fokus auf den Wirtschaftsstandort Allgäu

24-seitiges Magazin zeigt das Allgäu aus einem ungewohnten...

weiter ...

Neuigkeiten

Gartenmöbel: Komfort und Sicherheit müssen stimmen

Wenn das schöne Wetter nach draußen lockt, dürfen gemütliche...

weiter ...

Fakekennzeichnung

Das größte deutschsprachige Reiseportal geht in der...

weiter ...

Weitere Themen

Deutschlandreise als Flitterwochen

Beim Planen der Hochzeit, streift man natürlich schon ein...

weiter ...

Jazzfest Berlin

Seit über vierzig Jahren wird Berlin Anfang November zur...

weiter ...

Archiv

Reisen mit dem Mobil

Für viele Urlauber ist der Wohnmobilurlaub das Nonplusultra...

weiter ...

Regensburg in der Hosentasche - iPhone- App mit SixCMS

Nach Regensburg kommt man auf verschiedene Arten: entweder...

weiter ...

Verschiedenes

Touren und Ausflüge in Hamburg

Hamburg, die spröde Schöne im Norden, begrüßt seine Besucher...

weiter ...