Freie Fahrt von und nach Hessen: Übergabefeier für Rad- und Gehweg der Eisenbahnbrücke Süd

18.05.2010 | Mainz
Bauarbeiten nach einem Jahr abgeschlossen. Weg von 1,50 auf jetzt 2,00 Meter verbreitert. Kosten geteilt

Fast auf den Tag genau ein Jahr lang war er gesperrt. Seit Ende April bereits kann der Rad- und Gehweg der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd wieder genutzt werden, da die Verbreiterung der Verbindungsstrecke von und nach Gustavsburg endlich abgeschlossen werden konnte - ein Grund zum Feiern. Am Samstag, 22. Mai 2010 um 10.30 Uhr findet deshalb die offizielle Übergabe statt.

Mit dabei sein werden dann:

  • Hendrik Hering, Verkehrsminister des Landes Rheinland-Pfalz
  • Jens Beutel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz
  • Wolfgang Reichel, Beigeordneter der Landeshauptstadt Mainz und
  • Verwaltungsratsvorsitzender, des Mainzer Wirtschaftsbetriebs

Treffpunkt zur offiziellen Freigabe ist das Terrain oberhalb der Brückenrampe zur Eisenbahnbrücke im Stadtpark, direkt gegenüber des Favorite-Biergartens (am Gebäude des Mainzer Rudervereins stehen Parkplätze zur Verfügung).

Nach kurzen Wortbeiträgen wird Oberbürgermeister Jens Beutel für mehrere Gruppen den Startschuss geben:

  • Eine Gruppe des Deutschen Alpenvereins, Sektion Mainz, unter Leitung von Wanderwart Alfons Kalteier wird die bekannte Drei-Brücken-Schleife erwandern.
  • Einige Jogger unter Leitung des Geschäftsführers der Tourismus Centrale Mainz, Jürgen Schmidt, starten zu einem Rundlauf
  • Eine Radfahrergruppe (u.a. ADFC unter Leitung von Wolfgang Stallmann/RV 1910 Hechtsheim) wird mit dem Zweirad über die Eisenbahnbrücke starten.

Nach dem Startschuss folgt ein kleiner Umtrunk.

Zur Erinnerung:

Auf der einen Seite die Gleise, auf der anderen das Geländer und dazwischen gerade einmal 1,50 Meter Platz: Bis zum 20. April 2009 glich der Fuß- und Radweg der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd eher einem Nadelöhr. Dann begann der Wirtschaftsbetrieb Mainz im Auftrag der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt mit den Arbeiten, an deren Ende der Weg um ein Drittel breiter sein würde. Allerdings musste der Weg bis dahin komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Für Fahrradfahrer und Fußgänger von und nach Gustavsburg hieß das: sie mussten mehr Zeit einplanen und einen Umweg über die Theodor-Heuss-Brücke oder die Autobahnbrücke in Weisenau in Kauf nehmen. Und die leider auch noch länger als geplant. Denn aufgrund des ungünstigen Wetters verzögerten sich die Bauarbeiten um knapp vier Monate, da gewisse Sicherungsbeläge nur bei optimalen (Plus-)Temperaturen ausgebracht werden konnten. Doch der Winter war leider extrem kalt - und lang.

Dennoch werden alle Betroffenen die Wartezeit in Kauf genommen haben, da nunmehr die stete Enge (und damit einhergehende Sturzrisiken) im Begegnungsverkehr mit dem Zweirad nun ein Ende haben: die Eisenbahnbrücke atmet nun etwas mehr "Weite".

Die Gesamtkosten für den Umbau inklusive der Planungen lagen am Ende bei rund 3,6 Millionen €. Da der Weg von Fußgängern und Radlern beider Rheinseiten genutzt wird, hatten sich die Stadt Mainz, der Kreis Groß-Gerau und die Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg zuvor bereits darauf geeinigt, die Summe untereinander aufzuteilen. Dadurch beläuft sich der Nettoanteil der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt auf ca. 1,6 Mio. €. Von diesem Betrag müssen allerdings noch ein 60%iger Landeszuschuss auf die reinen Baukosten und weitere Zuwendungen abgezogen werden, sodass der Mainzer Haushalt am Ende tatsächlich mit etwa 600.000 € belastet wurde.

In aller Kürze:

  • Bauleistung: Verbreiterung des Geh- und Radwegs der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd von zuvor 1,50 auf nun 2,00 Meter
  • Bauzeit: 12 Monate (1. Hammerschlag: 20. April 2009 / Abnahme und anschl. Freigabe: 23. April 2010)
  • Verantwortlich: Wirtschaftsbetrieb Mainz, Anstalt des öffentlichen Rechts
  • Kosten: ca. 3,6 Millionen € (davon hessische Partner: ca. 2,0 Mio. €; Stadt Mainz: 1,6 Mio. €, abzgl. Landeszuschuss + sonstige Zuwendungen = ca. 600.000 €)



Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz

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