Erster gemeinsamer Qualitätstag "ServiceQualität Deutschland" von Hessen und Rheinland-Pfalz
Mit dem ersten gemeinsamen Qualitätstag "ServiceQualität Deutschland" im Kloster Eberbach im Rheingau setzen die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz ein besonderes Zeichen: Mit der Wahl dieses Veranstaltungsortes dokumentierten die beiden gastgebenden Bundesländer die Notwendigkeit, im Tourismus über Verwaltungs- und Landesgrenzen hinweg im Sinne der Gäste und Kunden zu denken. "Die Gäste interessieren sich für Landschaften, Kultur, Veranstaltungen, Einkaufsmöglichkeiten und vieles andere - aber nicht für Verwaltungseinheiten. Und sie legen immer mehr Wert auf Qualität. Deshalb ist die Qualitätsentwicklung ein wichtiger Bestandteil der hessischen Tourismuspolitik", sagte Wirtschaftsminister Dieter Posch (Hessen). "Die Erfolgsgeschichte des Rheinsteigs, der entlang des Rheins auch durch Hessen und Rheinland-Pfalz führt, beweist, wie sinnvoll es sein kann, über die Landesgrenzen hinweg zu kooperieren", sagte Wirtschaftsminister Hendrik Hering (Rheinland-Pfalz). Mit der Tourismusstrategie 2015 habe Rheinland-Pfalz einen Rahmen geschaffen: "Die Ausrichtung auf die Schwerpunktthemen Wandern, Radfahren, Wein und Gesundheit bietet verbesserte Chancen auf dem touristischen Markt. Qualität wurde als wichtiges Strategiefeld der Tourismusstrategie 2015 als Fundament für Erfolg fixiert. Wir wollen den Qualitätsaspekt bei den touristischen Regionen und Leistungsträgern noch stärker verankern - dafür steht "ServiceQualität Deutschland."
Für den Tourismus in beiden Ländern gilt es, höchste Qualität und optimale Dienstleistung zu erreichen, um im Wettbewerb mit den in- und ausländischen Reisezielen auch in den kommenden Jahren gut bestehen zu können.
Gemeinsam zeichneten deshalb die beiden Wirtschaftsminister, Dieter Posch und Hendrik Hering, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Hessischen Tourismusverbandes e.V., Landrat Manfred Michel, und dem Vorsitzenden der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Bürgermeister Werner Klöckner, 50 neue Qualitätsbetriebe der Stufe I und einen Qualitätsbetrieb der Stufe II aus. Damit ist die Gesamtzahl der zertifizierten Betriebe der Stufe I in Rheinland-Pfalz auf 400 und in Hessen auf 93 gestiegen. Zu den jetzt ausgezeichneten Betrieben der Stufe I (Qualitätsausbau und -entwicklung mit dem Schwerpunkt ServiceQualität) gehört auch der Tagungsort, das Kloster Eberbach. 22 zertifizierte Betriebe der Stufe II (Qualitätssicherung mit dem Schwerpunkt Führungsqualität) gibt es nun in Rheinland-Pfalz und einen in Hessen. Deutschlandweit beläuft sich die Zahl der QI-Betriebe auf 2.581 und die Anzahl der QII-Betriebe auf 139.
Seit sechs Jahren wird das bundesweite dreistufige Qualitätsmanagementsystem "ServiceQualität Deutschland" bereits in Rheinland-Pfalz umgesetzt, seit gut einem Jahr in Hessen. Zum Herbst des vergangenen Jahres haben sich alle 16 Bundesländer darauf geeinigt, die einzelnen Länderinitiativen der "ServiceQualität Deutschland" unter einem einheitlichen Logo zusammenzuführen.
Der Vorsitzende des Hessischen Tourismusverbandes e.V., Landrat Manfred Michel, begrüßte, dass mit dem neuen Stadtmarketingansatz "Qualitätsstadt" die Initiative "ServiceQualität Deutschland" auch für ganze Kommunen interessant werde. Dabei muss eine Mindestanzahl an Betrieben zertifiziert sein und eine gemeinsame Service-Erklärung abgegeben werden.
Wie der Vorsitzende der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH, Bürgermeister Werner Klöckner mitteilte, werden die jetzt neu zertifizierten Betriebe der Region Mosel-Saar bei einer eigenen Veranstaltung am 14. September 2010 in Trier durch Herrn Staatssekretär Prof. Dr. Englert vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet.
Auf dem Programm des gemeinsamen Qualitätstages Hessen und Rheinland-Pfalz mit den Schwerpunkten Kommunikation und Motivation, der mit 189 Teilnehmern sehr gut besucht war, standen neben der Auszeichnung der neuen Q-Betriebe auch zwei Referate. Über die "Frust-Job-Killershow" sprach der Psychologe Dr. Manuel Tusch aus Köln, Leiter des Instituts für Angewandte Psychologie (IfAP). Über das Thema "Einfach Anders Kommunizieren - oder wie können Sie wissen, was Sie meinen, bevor Sie hören, was Sie sagen" informierte Hans-Jürgen Walter aus Bammental bei Heidelberg, Ingenieur, Wirtschaftspsychologe und Initiator des Podcast-Projektes DasAbenteuerLeben.de.
Durch das Programm führte das Subito-Theater aus Waldems.
Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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