Die Rose in Eschenau wird Bioland-Restaurant
Die Rose in Vellberg-Eschenau wird ab Januar 2010 Bioland-Restaurant. "Wir kochen schon länger fast ausschließlich mit Bio-Produkten und sind seit 2005 bio-zertifiziert. Mit der Bioland-Anerkennung können wir das unseren Gästen jetzt glaubwürdig zeigen", freut sich Adelheid Andruschkewitsch.
Seit 1987 führt die gelernte Hotelfachfrau mit ihrem Mann, dem Bio-Spitzenkoch Jürgen Andruschkewitsch, das ländliche Restaurant im hohenlohischen Bühlertal. Als Bioland-Restaurant muss die Rose Speisen und Getränke mit einen Bio-Anteil von mindestens 70 Prozent anbieten. Außerdem ist Regionalität gefragt. Fast alle Lieferanten des Hohenloher Familienbetriebes kommen aus der Region. So stammen Schweinefleisch und Pilze vom Bioland-Betrieb Heiner Bunz aus Kupferzell, das Gemüse von Thomas Hägele in Bühlertann und das Lamm von Ulrike Reimer aus Gaildorf. Nur die 60 Kräuter, die vielen Gerichten von Jürgen Andruschkewitsch den besonderen Pfiff verleihen, bauen die Gastwirte selbst an oder sammeln sie in Feld und Flur. Eine weitere Besonderheit ist, dass der gelernte Koch den Bauern immer ganze Tiere abnimmt und diese auch selbst zerlegt. So bleiben dem Landwirt schwer verkäufliche Reste erspart und die Gäste bekommen auch einmal wieder frische Leber oder gefüllte Brust. Auf der wöchentlich wechselnden Speisekarte finden sich jeweils an die Jahreszeit angepasste Gerichte mit Spezialitäten aus den alten Getreidesorten Emmer, Einkorn und Kamut sowie frischen Fischen aus dem Südwesten.
Für ihr ökologisches Engagement ist die Hohenloher Gaststätte schon mit dem baden-württembergischen Umweltpreis ausgezeichnet worden. Mit ihrer kreativen Kräuterküche gehört die Hohenloher Rose zu den zehn besten vegetarischen Restaurants in Deutschland. Nach den Michelin-Sternen greift Jürgen Andruschkewitsch jedoch nicht: "Da müssten die Kritiker erst einmal umdenken und erkennen, dass ein guter Koch auch aus Vollkornprodukten und Wintergemüse wie Steckrüben etwas Tolles zaubern kann. Und vermeintliche Feinschmeckerprodukte wie Gänsestopfleber und Walderdbeeren aus Südamerika werden die Restaurant-Tester bei uns nie auf der Speisekarte finden. Wir möchten zeigen, dass kulinarische Spezialitäten auch aus regionalen Produkten edel und lecker sein können." Gäste mit Lebensmittelunverträglichkeiten kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten: alles ist hausgemacht und somit sind alle Zutaten bekannt. Wer gerne selbst kocht, kann in vielen verschiedenen Kochkursen die Verfeinerung von Biolebensmitteln lernen und kosten.
Die Rose in Vellberg ist der zehnte Bioland-Gastro Partner in Baden-Württemberg. "Die Zeit ist reif für die Bio-Gastronomie. Im Handel haben die Kunden immer mehr Auswahl an Bio-Waren und Anbietern. Im Gastrobereich gibt es noch Wachstumspotenziale", ist Dorothee Blank überzeugt. Die Beraterin von Bioland Baden-Württemberg und ihre Kollegen unterstützen Gastronomie und Großküchen beim Einsatz von Bio-Lebensmitteln mit Beratungen, Schulungen und regionaler Rohwarenbeschaffung sowie Marketing. Bundesweit arbeiten rund 100 Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung nach den Bioland-Richtlinien. All diese Caterer, Restaurants und Hotels müssen sich genau wie die Landwirte einmal jährlich von einer unabhängigen Bio-Kontrollstelle überprüfen lassen.
Quelle: Pressemeldung Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.
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