Altlastenuntersuchungen abgeschlossen

26.05.2008 | Bad Ems
Bohranalysen an Umweltbehörde - SGD-Nord prüft Sanierungserfordernisse

Seit mehr als einem Jahr werden durch die Staatsbad Bad Ems GmbH Untersuchungen des ehemaligen Gaswerkstandortes der Stadt Bad Ems an der Viktoriaallee auf dem Freigelände der Emser Therme durchgeführt. In Abstimmung mit der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz wurde Anfang 2007 zunächst anhand von archivierten Bauplänen und Dokumenten sowie der Befragung von Zeitzeugen eine so genannten historische Erkundung erstellt, die den früheren Gaswerkstandort mit seinen baulichen Anlagen und seinen Betriebsabläufen genau rekonstruierte. Dabei konnten die seit Anfang der 90er Jahre errichteten Messstellen und Bohrbrunnen wertvolle Erkenntnisse zur Lage und Umfang der möglichen Bodenverunreinigungen liefern.

Die Auswertung der historischen Erkundung führte in Abstimmung mit der SGD Nord zu weiteren technisch-physikalischen und chemischen Einzeluntersuchungen bezogen auf den Wirkungspfad Boden-Mensch und bezogen auf den Wirkungspfad Boden-Grundwasser. Die Untersuchungen in Form von Bohrungen wurden seit Mitte 2007 durchgeführt. Wie seitens der Staatsbad Bad Ems GmbH bereits in einer vorangegangenen Presseerklärung mitgeteilt wurde, ergab die Analyse der Bodenproben keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung von Menschen. Die im November 2007 gewonnenen Untersuchungsergebnisse belegen jedoch eine Verunreinigung des Bodens mit gaswerkstypischen Stoffen, die eine Belastung des Grundwassers verursachen. Die SGD Nord empfahl der Staatsbad Bad Ems GmbH, den Umfang und die Lage der Altlast näher einzugrenzen. Diese Untersuchungen sind nunmehr durch weitere Bohrungen abgeschlossen worden.

Die Ergebnisse der 2. Grundwasserbeprobung vom 21. bis 25. April 2008 liegen zwischenzeitlich vor. Anhand der Analyseergebnisse konnten die Verunreinigungen in der Fläche eingegrenzt werden. Die maximale Bodenverunreinigung befindet sich - wie bereits erwartet - im Umfeld der ehemaligen Reinigungsanlagen des Gaswerkes an der Viktoriaallee. Der zweite Schwerpunkt liegt an der mit Teeröl gefüllten Tanktasse des ehemaligen Gasbehälters am Rand der Böschung zur Lahn. Diese abschließenden Untersuchungsergebnisse mit umfänglicher Analytik sind von der Staatsbad Bad Ems GmbH der SGD Nord vorgelegt worden, die nunmehr entscheiden muss, ob und wie die vorgefundenen Bodenverunreinigungen zu sanieren sind. Dabei hat die Staatsbad Bad Ems GmbH durch das beauftragte hydrogeologische Ingenieurbüro Hydrosond aus Karlsruhe bereits eine umfassende Expertise mit Sanierungsvorschlägen erarbeiten lassen, die ebenfalls der SGD Nord zur Verfügung gestellt wurde. Auf Grund der gewonnenen Erkenntnisse aus den vielfältigen geologischen und hydraulischen Untersuchungen ist nach wie vor weder von einer Gefährdung noch einer Verzögerung des Thermenprivatisierungsprojektes auszugehen.

Quelle: Pressemeldung Staatsbad Bad Ems GmbH

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